Nissan
Autobauer wehrt sich in Südkorea gegen Strafzahlung

Nissan will die Strafzahlung in Südkorea wegen der Manipulation von Abgaswerten nicht akzeptieren und zieht vor Gericht. Der japanische Autobauer weist die Vorwürfe weiterhin entschieden zurück.

TokioDer japanische Autobauer Nissan wehrt sich gegen eine Strafzahlung in Südkorea wegen angeblicher Manipulation von Abgaswerten. Zwar sei die vom südkoreanischen Umweltministerium verlangte Summe von 330 Millionen Won (250.000 Euro) bereits bezahlt worden, dennoch habe Nissan Klage vor einem Verwaltungsgericht eingereicht, teilte das Unternehmen am Montag mit. „Nissan weist die Vorwürfe weiterhin entschieden zurück.“

In dem Streit geht es um das Nissan-Modell Qashqai. Bei diesen Autos wird laut dem Ministerium die Abgasreinigung ab einer Außentemperatur von 35 Grad abgeschaltet. Die südkoreanischen Behörden riefen deswegen hunderte Exemplare zurück und verhängten die Strafe gegen Nissan. Außerdem laufen auch strafrechtliche Ermittlungen. Nissan bekräftigte am Montag, dass es keine illegale Vorrichtung im Qashqai verwende.

Die südkoreanischen Behörden hatten im Dezember die Untersuchung von 20 Dieselmodellen eingeleitet. Hintergrund waren die Enthüllungen rund um den Abgas-Skandal bei Volkswagen. Der deutsche Konzern hatte im September eingeräumt, dass in Millionen Autos eine verbotene Software eingebaut wurde, die bei Tests einen niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb bewirkt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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