Nivea
Beiersdorf moderiert Erwartungen ab

Der Nivea-Konzern Beiersdorf will gerne weiter wachsen - aber ohne Erwartungsdruck. Dabei hat Beiersdorf im vergangenen Jahr satte Zuwächse erzielt - und zwar weltweit. Aber die Zeiten haben sich geändert.

HB HAMBURG. Der Nivea-Konzern Beiersdorf will als junges Dax-Mitglied punkten und seine weltweite Position im Kosmetikmarkt ausbauen. Trotz der Turbulenzen auf den internationalen Finanz- und Absatzmärkten werde sich Beiersdorf 2009 stärker als der Kosmetikmarkt entwickeln, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. "Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren, unsere Marktposition durch langfristiges profitables Wachstum konsequent auszubauen“, sagte Vorstandschef Thomas Quass laut dem zunächst im Internet veröffentlichten Geschäftsbericht.

2008 legte der Markt den Angaben zufolge weltweit um 3,0 Prozent zu. Der Konzernumsatz stieg im vergangenen Jahr nominal um 8,4 Prozent auf 5,971 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg auf 567 Millionen Euro nach 442 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Hamburger Konsumgüterhersteller Beiersdorf kann sich dem Konjunktureinbruch nicht entziehen und dämpft die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. „Wir erwarten, dass die Auswirkungen der schwachen konjunkturellen Entwicklung auf den Konsum erst mit einer Verzögerung zu sehen sein werden“, teilte das im Dax notierte Unternehmen in Hamburg mit.

Die Consumer-Sparte, welche mit den Flaggschiffmarken Nivea, Eucerin und La Prairie, den Löwenanteil des Geschäfts ausmacht, soll zwar deutlich über dem Markt wachsen. Eine Verbesserung der Ebit-Marge wird aber nicht mehr angestrebt. Im vergangenen Jahr hatte Beiersdorf zwölf Prozent erzielt. Gerade in Westeuropa sowie den USA erwarten die Hamburger künftig nur sehr geringes Wachstum. In einzelnen Ländern sei sogar ein Rückgang möglich.

Für die Regionen Osteuropa, Asien ohne Japan und Lateinamerika dürfte sich das Wachstum deutlich verringern. Das Consumer-Geschäft sieht Wachstum weiterhin in den margenschwachen Ländern China, Russland, Brasilien und Indien. Besonders in Indien will Beiersdorf für die Vermarktung des zugekauften Haarpflegegeschäfts C-Bons viel Geld ausgeben. Insgesamt soll die Ebit-Rendite von zwölf Prozent gehalten werden.

Mit dem industrielastigen Klebergeschäft will Beiersdorf in schrumpfenden Märkten Anteile hinzugewinnen. In mehreren Teilbereichen reagiert tesa mit Kurzarbeit auf die Nachfrageflaute. Daher dürfte die Ebit-Rendite des Bereichs in diesem Jahr von zuletzt 9,6 Prozent sinken.

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