No-Name-Geschäft wird verkauft: Henkel trennt sich von Billigprodukten

No-Name-Geschäft wird verkauft
Henkel trennt sich von Billigprodukten

Henkel verkauft sein kleines Geschäft mit No-Name-Produkten. Damit wird der Konzern ein lupenreiner Markenartikel- Hersteller.

HB DÜSSELDORF. Das britische Unternehmen McBride übernimmt von Henkel das europäische No-Name-Geschäft mit Haushaltsprodukten. Der Kaufpreis betrage einschließlich erfolgsabhängiger Zahlungen bis zu 39,3 Millionen Pfund (58,58 Mio Euro), teilte McBride mit. Ein Henkel-Sprecher bestätigte die Verkaufsabsicht.

Mit der kartellrechtlichen Genehmigung und dem Abschluss der Transaktion rechnet McBride im April dieses Jahres. Im vergangenen Jahr habe der Henkel-Teilbereich 92,5 Millionen Pfund (knapp 138 Mio Euro umgesetzt. Bei No-Name-Produkten, die auch Private Label oder Handelsmarken genannt werden, liefert der Hersteller Produkte, die nicht seine eigenen Marken, sondern Markennamen der Händler tragen.

Bei den zum Verkauf stehenden Henkel-Aktivitäten handelt es sich um Geschirrspüler-Tabs und Haushaltsreiniger. Henkel hatte den Großteil dessen 1997 mit einem Luxemburger Unternehmen übernommen. Der Zukauf zielte in erster Linie auf eine Produktionstechnologie zur Herstellung von Tabs ab. Die wenigen No-Name-Produkte, die Henkel herstellt, sind unter anderem in britischen Supermärkten zu finden.

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