„Noch kleine Unsicherheiten“
Zeitung meldet Vollzug bei Verkauf der Degussa-Bauchemie

Die Bauchemie-Sparte der Degussa geht nach einem Vorabbericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe) an den Chemiekonzern BASF, der bislang auch als Favorit galt.

HB FRANKFURT. Der Kaufpreis solle bei knapp 2,8 Mrd. Euro liegen, berichtete die Zeitung am Sonntagabend. Sie zitiert Hubertus Schmoldt, den Chef der Gewerkschaft IGBCE und Vize-Aufsichtsratsvorsitzenden der Degussa-Muttergesellschaft RAG, mit den Worten: Wir sind sehr froh, dass die Bauchemie offensichtlich bei der BASF landen wird“. Noch gebe es aber kleine Unsicherheiten. Die Zeitung berichtete, die beiden Konzerne seien sich im Grundsatz einig, nun müssten die Juristen noch die Verträge formulieren. Bei BASF und bei Degussa war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Mitte Februar hatten die Firmen mitgeteilt, sie verhandelten nun exklusiv über die Sparte. Die Arbeitnehmervertreter der Degussa hatten sich schon zuvor für einen Verkauf an BASF ausgesprochen. Nur ein strategischer Investor wie der Ludwigshafener Konzern stelle sicher, dass die Mitarbeiter der Bauchemiesparte auch künftig mit klaren Tarif- und Mitbestimmungsstrukturen rechnen könnten.

Degussa steht vor der vollständigen Übernahme durch den Mischkonzern RAG, die ehemalige Ruhrkohle AG. Ein Milliarden-Erlös für die Bauchemie könnte der RAG bei der Finanzierung der Übernahme helfen. Im Geschäftsjahr 2004 erwirtschaftete Degussa nach eigenen Angaben mit den Bauchemie-Aktivitäten bei einem Umsatz von 1,8 Mrd. Euro einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 201 Mill. Euro.

Der weltweite Markt für Bauchemikalien hat nach BASF-Angaben ein Volumen von rund 13 Mrd. Euro. Jährlich wachse er um rund 4 Prozent. Durch den Zukauf würden die Ludwigshafener Zugang zu mehr Kunden im Bereich der Bauchemie erlangen. Zudem gilt das Geschäft als nicht sehr konjunktursensibel.

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