Noch politische Vorbehalte
Eutelsat arbeitet an Übernahme in Spanien

Der weltweit drittgrößte Satellitenkonzern Eutelsat arbeitet an der Übernahme des spanischen Satellitenkonzerns Hispasat. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, bei Hispasat die Mehrheit zu übernehmen, werden wir diese nutzen“, sagte Vorstandschef Giuliano Berretta gegenüber Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. In Branchenkreisen gelten die spanische Bank BBVA und der Madrider Mobilfunkbetreiber Auna als verkaufswillig. Sie halten zusammen 29 Prozent an Hispasat. Eutelsat ist bereits jetzt mit knapp 28 Prozent der größte Aktionär beim spanischen Satellitenbetreiber Hispasat, der vor allem in Lateinamerika eine starke Stellung hat.

Noch gibt es politische Vorbehalte gegen eine Mehrheitsübernahme. „Wir sind in Gesprächen mit der spanischen Regierung, damit wir die Mehrheit bei Hispasat übernehmen dürfen“, sagt Berretta. Die Politik macht offenbar Druck auf die spanischen Anteilseigner, nicht an die Franzosen zu verkaufen. Die spanische Regierung hat sicherheitspolitische Vorbehalte gegenüber einem Eigentümerwechsel bei Hispasat, denn das Unternehmen kontrolliert eine Tochter, die auf die militärische Nutzung von Satelliten spezialisiert ist.

Im Gegensatz zum Erzrivalen SES Global, der vor Monaten den Konkurrenten New Skies übernommen hat, zählen für Eutelsat jedoch nicht nur Zukäufe. „Wir haben keinen Ehrgeiz, die weltweite Nummer Eins zu werden “, sagte Berretta. „Für uns steht die Gewinnsteigerung im Vordergrund.“

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