Nokia Siemens Networks
Großes Interesse an Nortel-Sparte

Der finnisch-deutsche Hersteller von Mobilfunknetzen, Nokia Siemens Networks (NSN) will sich an der Versteigerung der Optiknetz-Sparte des insolbventen kanadischen Konkurrenten Nortel beteiligen.
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STOCKHOLM. Nach Angaben mehrerer Nachrichtenagenturen habe NSN zusammen mit dem Finanzinvestor One Equity Partners ein Gebot für die Sparte abgegeben, die unter annderem optische Netze zur Übertragung von Videokonferenzen herstellt. Während NSN die Spekulationen nicht kommentieren wollte, erklärte ein Nortel-Sprecher, dass es neben einem Gebot des amerikanischen Netzausrüsters Ciena einen weiteren Bieter gebe.

Ciena hatte Anfang Oktober für die Nortel-Sparte 390 Mio. Dollar (262,3 Mio. Euro) sowie zehn Mio. eigene Aktien geboten. Nach Angaben von Analysten in Stockholm spricht vieles dafür, dass es neben Ciena tatsächlich mindestens einen weiteren Interessenten an der Nortel-Sparte gibt.

Immerhin habe der kanadische Konzern die Auktion zum zweiten Mal auf den heutigen Freitag verschoben, sagte ein Analyst. Es wäre bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass NSN versucht, Teile von Nortel zu übernehmen. Im Sommer versuchte das finnisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen die Nortel-Mobilfunk-Sparte zu übernehmen, wurde jedoch von Ericsson aus Schweden überboten. Nortel befindet sich seit Anfangd es Jahres unter Gläubigerschutz.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent

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