Nordamerika und Chile
Daimler wird im Busgeschäft ausgebremst

Daimler gibt auf: Die Omnibus-Produktion des Nutzfahrzeugherstellers in Nordamerika kam zuletzt auf keinen grünen Zweig mehr. In Chile zog Konkurrent Scania einen Bus-Großauftrag an Land und stach Daimler damit aus.
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StuttgartDer weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler wirft wegen Verlusten das Handtuch in Nordamerika und stellt die Produktion von Stadtbussen in den USA und Kanada ein. Die Bus-Tochter Orion werde keine neuen Aufträge mehr annehmen und die bestehenden Aufträge in den kommenden zwölf Monaten abarbeiten, teilte Daimler am Mittwoch in Stuttgart mit.

Für den Vertrieb von Reisebussen der Marke Setra in den USA, die in Deutschland in Neu-Ulm gefertigt werden, sei eine exklusive Partnerschaft mit dem Konkurrenten MCI vereinbart worden. Damit vergrößere sich das Servicenetz für Setra-Kunden in Nordamerika. Daimler erhalte eine Minderheitsbeteiligung an MCI, einem der führenden Bus-Hersteller in den USA und Kanada.

„Daimler hat alle möglichen Optionen zur Reorganisation des Stadtbus-Geschäfts in Nordamerika geprüft“, begründete der Chef der Omnibus-Sparte, Hartmut Schick, den anstehenden endgültigen Produktionsstopp. Verkaufsverhandlungen hätten stattgefunden, aber nicht zum Ziel geführt. „Am Ende hat sich herausgestellt, dass Orion eine nicht mehr wettbewerbsfähige Kostenbasis hat und der lokale Bus-Markt fortwährend schrumpft“, sagte der Manager.

Es gebe zudem keine Wachstumsmöglichkeiten durch den Export der Fahrzeuge. Von den meisten der knapp 900 bei Orion in den zwei Werken - in Oriskany im US-Bundesstaat New York und in Ontario in Kanada - beschäftigten Mitarbeitern wird sich Daimler Unternehmenskreisen zufolge trennen.

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