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29.08.2008 
Nach Cumerio-Übernahme

Norddeutsche Affinerie meldet Gewinnsprung

Europas größte Kupferhütte Norddeutsche Affinerie (NA) kommt bei der Eingliederung ihres einstigen Rivalen Cumerio schneller voran als gedacht.

HB HAMBURG. "Wir werden bereits bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres Synergien zwischen fünf und zehn Mill. Euro erzielen können. Für das kommende Geschäftsjahr 2008/2009 rechnen wir mit insgesamt 40 Mill. Euro. Langfristig sehen wir sogar ein Synergiepotenzial von jährlich 50 Mill. Euro", sagte Vorstandschef Bernd Drouven am Freitag. Damit bezifferte er erstmals die langfristigen Erwartungen. Bereits im Frühsommer hatte sich die NA nach ersten Fortschritten bei der Eingliederung der belgischen Cumerio zuversichtlich geäußert. Cumerio trägt seit Anfang März zum Ergebnis der NA bei.

Der Kupfermarkt habe sich bislang widerstandsfähig gegenüber der Finanzkrise und der weltweit nachlassenden Konjunkturdynamik gezeigt. Die Weltkupfernachfrage sei nach wie vor hoch. Vor diesem Hintergrund hielten sich die Kupferpreise auf hohem Niveau, teilte die NA mit. Im April hatte der Kupferpreis mit über 8 800 Dollar pro Tonne ein Allzeithoch erreicht. Vor allem der Rohstoffhunger der aufstrebenden Wirtschaft in China lässt die Kupferpreise steigen.

Im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni steigerte die NA den Konzernumsatz um 52 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn kletterte sogar um fast 80 Prozent auf 73 Mill. Euro. Seit Jahresbeginn wuchs das Ergebnis vor Steuern auf 234 Mill. Euro. Bereinigt um Bewertungseffekte ergibt sich ein Vorsteuergewinn von 203 Millionen. Damit ist die NA bereits nach drei Quartalen nicht weit von ihrem Ziel eines Vorsteuergewinns von 250 Mill. Euro im Gesamtjahr (per Ende September) entfernt.

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