
NiestetalDer nordhessische Solartechnikhersteller SMA Solar schreibt rote Zahlen und prüft deshalb, weitere Stellen abzubauen. Eine mögliche Größenordnung nannte das Unternehmen mit derzeit rund 5000 Mitarbeitern weltweit auf Anfrage von Handelsblatt Online am Mittwoch nicht. In den nächsten Wochen will das Management darüber mit dem Betriebsrat verhandeln. Es gehe aber in erster Linie um Jobs in Deutschland, sagte eine Sprecherin der im TecDax notierten Gesellschaft in Niestetal bei Kassel der Nachrichtenagentur dpa.
Zu Jahresbeginn litt SMA Solar weiter unter der Krise der deutschen Solarbranche. Von Januar bis März brachen Erlöse und Gewinn ein. Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast die Hälfte auf 212,3 Millionen Euro. Der hohe Preisdruck führte unter dem Strich zu einem Minus von 5,8 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2012 hatte das Unternehmen noch knapp 30 Millionen Euro verdient.
Das Berliner Solarunternehmen Solon ist pleite. Die Aktiengesellschaft verbuchte 2011 einen Verlust von mehr als 200 Millionen Euro. Das indisch-arabische Unternehmen Microsol übernimmt Solon im März aus der Insolvenz. 433 von 471 Arbeitsplätzen in Berlin bleiben zunächst erhalten, der Standort Greifswald wird geschlossen. Für 2013 sieht das Unternehmen wieder Chancen auf einen Gewinn.
Der Erlanger Solarkraftwerk-Hersteller Solar Millennium beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, das im Februar 2012 eröffnet wird. Die Aktiengesellschaft mit 60 Mitarbeitern ist auf Solarthermie-Technik spezialisiert.
Der einst weltgrößte Solarzellenhersteller Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen beantragt Insolvenz. Das Unternehmen mit einst 1300 Jobs am Stammsitz galt lange als Sonnenstrahl in Sachsen-Anhalt. Ende August wird das Unternehmen vom südkoreanischen Mischkonzern Hanwha übernommen und ist damit vorerst gerettet, der größte Teil der Jobs bleibt erhalten.
Das US-Unternehmen First Solar kündigt an, sein Werk in Frankfurt (Oder) schließen zu wollen. Ende Dezember ist für die Beschäftigten der letzte reguläre Arbeitstag. Bis spätestens Ende Mai 2013 verlieren damit alle 1200 Beschäftigten des Solarmodulherstellers ihren Job. Die Suche nach Investoren läuft aber weiter.
Die Berliner Global Solar Energy Deutschland (GSED) mit 133 Mitarbeitern meldet Insolvenz an. Die Tochter der amerikanischen Global Solar Energy produzierte seit 2008 flexible Dünnschicht-Solarzellen.
Die Berliner Global Solar Energy Deutschland (GSED) mit 133 Mitarbeitern meldet Insolvenz an. Die Tochter der amerikanischen Global Solar Energy produzierte seit 2008 flexible Dünnschicht-Solarzellen.
Die Solarfirma Sovello in Sachsen-Anhalt stellt nach erfolgloser Investorensuche die Produktion ein. Den noch rund 1000 Mitarbeitern wird endgültig gekündigt. Sovello war eine Abspaltung des Ex-Weltmarktführers Q-Cells und hatte im Mai Insolvenz beantragt. Mitte Februar will der Insolvenzverwalter die Maschinen und das sonstige Inventar der Firma versteigern.
Die EU-Kommission leitet ein Antidumping-Verfahren gegen die chinesische Solarbranche ein. Die Wettbewerbsbehörde will prüfen, ob die Asiaten mit zu niedrigen Preisen den Wettbewerb schädigen. Sie reagiert damit auf einen Antrag von europäischen Solarfirmen wie der Bonner Solarworld, die sich durch die Billigkonkurrenz aus China geschädigt fühlen. Eine Entscheidung über mögliche Strafzölle steht noch aus.
Der Solartechnikhersteller SMA Solar will sich von 450 seiner weltweit gut 5500 Mitarbeiter sowie von 600 Zeitarbeitern trennen. Denn für 2013 wird mit einem kräftigen Rückgang des Umsatzes gerechnet. Der nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei sogenannten Wechselrichtern, einer zentralen Komponente von Solarstromanlagen, hatte sich in der ersten Hälfte 2012 anders als viele Unternehmen der Branche noch relativ gut geschlagen.
Der Technologieriese Bosch gibt bekannt, dass seine ab dem Jahr 2008 teuer aufgebaute Sonnenenergiesparte 2012 gut eine Milliarde Euro Verlust eingefahren hat. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) des in der schwächelnden Weltkonjunktur ohnehin unter Druck stehenden Konzerns sei entsprechend auf etwa eine Milliarde Euro eingebrochen (2011: 2,7 Mrd Euro). Das Traditionsunternehmen kündigt eisernes Sparen an. Zentraler Standort der Solartochter ist Thüringen. Bosch Solar Energy hatte nach aktuellsten Angaben des Konzerns mit Stand vom Dezember 2012 weltweit rund 3200 Mitarbeiter.
Die Krise der Solarbranche bringt auch Solarworld immer stärker in Bedrängnis. Das einstige Vorzeigeunternehmen teilt mit, dass mit Gläubigern über einen Schuldenschnitt gesprochen werden solle. Es kommt auch zu weiteren Stellenstreichungen.
Den starken Umsatzrückgang könne das Unternehmen nicht allein mit den bereits laufenden Sparmaßnahmen auffangen, hieß es mit Blick auf die geplanten zusätzlichen Stellenstreichungen. Schon im vergangenen Herbst hatte SMA Solar einen Personalabbau eingeleitet. Das Unternehmen gab seinerzeit bekannt, sich von 450 seiner damals gut 5500 Mitarbeiter und von 600 Zeitarbeitern zu trennen. SMA Solar ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Wechselrichtern, einer zentralen Komponente von Solaranlagen.

Mit 5500 Mitarbeitern vor dem letzten Stellenabbau halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass das Unternehmen jetzt einen weiteren Abbau in der Größenordnung von 5000 Stellen prüft, wie hier geschrieben. Die einfachere Formulierung wäre in diesem Fall, dass SMA die Schließung des Unternehmens "prüft"...

Hallo "Wut",
Photovoltaik-Gesamtpakete mit Speichermöglichkeiten sind ein alter Hut und werden seit Jahrzehnten in Inselanlagen wie Reisemobile, Yachten, Berghütten, für informationstechnische Linien an Autobahnen etc. genutzt. Wegen des geringen Nutzen sind sie nur in Inselsystem ohne Netzanschluss sinnvoll. Um die Massenproduktion anzukurbeln, sind wie bei EEG-Anlagen erneute und hohe Subventionen notwendig. Und sollte es dann mal zu einer subventionierten Massenproduktion kommen, dann wird auch China wieder die Nase vorne haben. Chinesen können genau so gut produzieren wie wir, aufgrund ihres volkswirtschaftlichen Systems aber preiswerter. Zudem können sie genau so gut, oder getragen mit dem 1,34 Milliarden-Volk sogar noch besser als wir, subventionieren. Deutschland hat nur 82 Mill. Menschen, ein großer Teil davon in Richtung Altersarmut und Demenz.
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