Novartis, Roche und Co.
Pharma-Gewinne sprudeln

Die Geschäfte der internationalen Pharmabranche laufen gut. Nachdem der Schweizer Pharmakonzern Novartis bereits zu Wochenbeginn starke Halbjahreszahlen vorgelegt hatte, überraschten am Donnerstag die Wettbewerber Roche, Pfizer und Wyeth mit Gewinnzuwächsen. Die Börsen reagierten mit deutlichen Kursaufschlägen.

FRANKFURT / ZÜRICH. Der Schweizer Pharma-Konzern Roche hat vor allem von den starken Umsätzen seiner Krebsmedikamente profitiert. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Basel bekannt gab, stieg der Konzernumsatz um 16 Prozent auf 20 Mrd. sfr (12,69 Mrd. Euro). Konzernchef Franz Humer unterstrich, dass die Pharmasparte mit einer Marge beim Betriebsgewinn von über 32 Prozent im europäischen Vergleich Spitze sei.

Doch Roche stellt nicht nur Medikamente her, sondern auch Diagnostika – etwa Geräte zur Messung des Blutzuckerspiegels. Diese Sparte trägt nur gut ein Fünftel zum Konzernumsatz bei, verzeichnete jedoch ein leicht rückläufiges Ergebnis. Humer führt dies auf das Auslaufen einer Modellreihe und auf Probleme im US-Geschäft zurück. Nachdem die Zulassungsbehörde FDA eine Gerätereihe aus dem Verkehr gezogen hatte, muss der Konzern das Vertrauen der Patienten zurückgewinnen.

Unter dem Strich kann der Roche-Konzern deshalb mit der Rentabilität der US-Pharmakonzerne nicht mithalten. Wie Pfizer, der größte Pharmahersteller der Welt, am Donnerstag mitteilte, setzte er im ersten Halbjahr 23,48 Mrd. Dollar um und erwirtschaftete einen Nettogewinn von 6,53 Mrd. Dollar. Das entspricht einer Rendite von knapp 28 Prozent. Und Wyeth erwirtschaftete bei einem Umsatz von zehn Mrd. Dollar immerhin noch eine Rendite von knapp 22 Prozent. Roche brachte es dagegen lediglich auf einen Nettogewinn von knapp 20 Prozent des Umsatzes.

Pfizer begründete seine positive Geschäftsentwicklung mit dem unerwarteten Nachfrageschub nach dem Cholesterinsenker Lipitor. Der Produktumsatz stieg den Angaben zufolge um neun Prozent. Analysten hatten mit einer schwächeren Entwicklung gerechnet, weil ein wichtiges Konkurrenzprodukt den Patentschutz verliert. Weil damit normalerweise die Preise fallen, hatten sie vermutet, dass viele Ärzte ihre Patienten auf das andere Präparat umstellen.

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