Der Pharmariese Novartis
hat den Gewinn im zweiten Quartal deutlich gesteigert und peilt nun für das Gesamtjahr ein Rekordergebnis an.
HB ZÜRICH. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäfte stieg im zweiten Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent auf 2,27 Mrd. Dollar. Geholfen haben dem Basler Konzern der schwache Dollar und Kostensenkungsmaßnahmen. Novartis
bestätigte seine Prognosen und will dieses Jahr ein neues Rekordergebnis erreichen.
Den Quartalsumsatz steigerte der Konzern in lokalen Währungen um fünf Prozent auf 10,73 Mrd. Dollar. In der größten Division Pharma wuchsen die Verkaufserlöse ebenfalls um fünf Prozent auf 6,93 Mrd. Dollar, wobei Novartis
ein Einmaleffekt zugute kam: Der Konzern konnte 104 Mill. Dollar Rückstellungen für Rabatte an die US-Gesundheitsbehörde auflösen. Auf dem bedeutenden US-Markt sank der Umsatz um drei Prozent, was Novartis
auf die verstärkte Konkurrenz von Generika und den Marktrückzug des Reizdarmmedikaments Zelnorm im Vorjahr zurückführte.
Die Umsätze mit den beiden größten Medikamenten Diovan gegen Bluthochdruck und Glivec gegen Blutkrebs wuchsen um 13 beziehungsweise 15 Prozent. Bei seinem drittgrößten Präparat, dem Osteoporosemittel Zometa, sieht sich Novartis
mit einem Patentstreit konfrontiert.
Das Generika-Geschäft Sandoz entwickelte sich mit zwei Prozent Umsatzplus verhalten, doch rechnet der Konzern in der zweiten Jahreshälfte mit einem stärkeren Wachstum. Consumer Health wuchs moderate drei Prozent und die bedeutend kleinere Sparte Vaccines & Diagnostics steigerte die Verkaufserlöse um 19 Prozent.

