Novartis: Verhandlungen, keine Erkundungsgespräche
Übernahmekampf um Aventis entbrannt

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis ist zum „weißen Ritter" im Übernahmekampf um Aventis aufgestiegen. Das Unternehmen aus Zürich hat offiziell mit dem deutsch-französischen Konkurrenten Fusionsverhandlungen aufgenommen und hilft Aventis damit bei der Abwehr einer feindlichen Übernahme durch Sanofi-Synthelabo.

HB ZÜRICH/PARIS. Zusammen mit Aventis würde Novartis hinter dem US-Rivalen Pfizer zum zweitgrößten Pharmaunternehmen der Welt aufsteigen. Der französische Konkurrent Sanofi könnte Analysten zufolge durch eine solche Fusion selbst zum Kandidaten für eine Übernahme werden. Aventis hatte die Schweizer Anfang April als „Weißen Ritter“ ins Spiel gebracht und zu Gesprächen über eine Fusion eingeladen.

Die am Donnerstag bekannt gegebene Entscheidung von Novartis überraschte dennoch die Investoren. Viele von ihnen hatten nicht damit gerechnet, da die französische Regierung eine klare Präferenz für eine „nationale Lösung“ und damit für eine Fusion aus Sanofi und Aventis gezeigt hatte. Novartis nahm inzwischen auch Kontakt mit der deutschen Regierung auf. Der Aktienkurs des Unternehmens kam unter Druck. Das lag zum Teil aber auch daran, dass der Konzern ein Quartalsergebnis am unteren Rand der Erwartungen vorlegte.

Novartis-Finanzchef Raymund Breu sagte in einer Telefonkonferenz, eine Kombination der beiden Unternehmen weise eine überzeugende industrielle Logik auf. Zwar sei das Ergebnis offen und ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen keineswegs garantiert. Es handle sich aber nicht um Vorgespräche, sondern um ernsthafte Verhandlungen. „Das sind Verhandlungen, keine Erkundungsgespräche,“ sagte Breu.

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