November-Zahlen
Autokrise wird noch schlimmer

Die Absatzkrise auf dem deutschen Automarkt hat sich im November weiter verschärft. Die Zahl der Neuzulassungen brach um rund 18 Prozent ein. Wenn im Dezember kein Wunder passiert, wird 2008 das schwächste Jahr seit 1990. Außerdem geht es heute für die US-Autobauer und ihre europäischen Töchter ums Ganze.

HB FLENSBURG. Im November sind in Deutschland so wenig neue Autos zugelassen worden wie zuletzt vor der Wiedervereinigung. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen brach im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,7 Prozent auf rund 233 800 Fahrzeuge ein, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag in Flensburg mitteilte. Ein ähnlich niedriger Novemberwert wurde zuletzt 1989 registriert, wie das KBA mitteilte. Damals wurden nur die Autos im alten Bundesgebiet gezählt.

In den ersten elf Monaten schrumpfte der Pkw-Markt mit rund 2,86 Mio. Neuzulassungen um 1,5 Prozent. Der Handel mit Gebrauchtwagen sank um 3,4 Prozent auf 5,66 Mio. Stück. Der Autohandel steht nach Einschätzung seines Verbandes vor einer Pleitewelle.

Von den großen Herstellern am schlimmsten betroffen ist die ohnehin angeschlagene Marke Opel, die im November ein Minus von rund 36 Prozent wegstecken musste. Marktführer Volkswagen verlor 18,6 Prozent, BMW büßte 21 Prozent ein, Toyota musste ein Minus von 39 Prozent verkraften. Nicht ganz so schlimm kam Audi mit minus 1,1 Prozent davon, wie auch Mercedes mit einem Rückgang von elf Prozent.

Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) rechnet jetzt im Gesamtjahr mit dem schlechtesten Zulassungsergebnis seit der Wiedervereinigung. „Die krisenhafte Entwicklung hat sich, wie zu erwarten war, weiter verstärkt“, sagte VDIK-Präsident Volker Lange. Die Politik habe viel zu lange Forderungen ignoriert, die CO2 basierte Kfz-Steuer umgehend einzuführen, abgas- und CO2-ärmere Fahrzeuge zu fördern und die Steigerung der Mobilitätskosten zu stoppen.

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