Novemberflaute
Stahlindustrie produziert deutlich weniger

Die Produktion von Stahl ist dem Branchenverband zufolge im November um rund zehn Prozent gesunken. Grund ist auch, dass wichtige Kunden der Stahlkocher ihre Lager wegen der Schuldenkrise herunter fuhren.
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DüsseldorfDie Stahlindustrie in Deutschland mit den Branchengrößen ThyssenKrupp und Salzgitter verliert zunehmend an Fahrt. Die Rohstahlproduktion sank im November um zehn Prozent auf 3,455 Millionen Tonnen, wie der Branchenverband Wirtschaftsvereinigung Stahl am Montag mitteilte.

In den ersten elf Monaten lag die Fertigungsmenge mit 41,266 Millionen Tonnen noch 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Verband erwartet aber vor dem Hintergrund der erhöhten konjunkturellen Verunsicherung ein Verharren der Produktion auf verhaltenem Niveau.

Die Stahlkocher in Deutschland, zu denen auch der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal gehört, waren in die ersten Monate des Jahres noch mit Volldampf gestartet. Die Konjunktursorgen infolge der Staatsschuldenkrise machten den Unternehmen mit ihren 90.000 Beschäftigten in den vergangenen Monaten aber zunehmend zu schaffen. Wichtige Kunden wie etwa Autohersteller und Maschinenbauer fuhren ihre Lager herunter.

ThyssenKrupp, der deutsche Branchenzweite Salzgitter und ArcelorMittal reagierten mit Produktionskürzungen. Der Verband rückte daher Anfang November von seiner Produktionsprognose ab, die einen Anstieg auf 45,5 Millionen Tonnen vorsah. Die Vorjahresmenge von 43,8 Millionen Tonnen soll aber übertroffen werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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