Nürnberger Traditionsunternehmen
Modellbahn-Hersteller LGB stellt Insolvenzantrag

HB NÜRNBERG. Das Nürnberger Modelleisenbahn-Unternehmen Ernst Paul Lehmann Patentwerk OHG ist zahlungsunfähig. Wie der Hersteller der weltberühmten Lehmann-Groß-Bahn (LGB) am Dienstag mitteilte, stellte das Unternehmen am Montag beim Amtsgericht Nürnberg einen Insolvenzantrag. Der Schritt sei notwendig geworden, weil die Banken die Lehmann-Konten gesperrt und den Verkauf der Produkte untersagt hätten, obwohl die Umsatz- und Auftragsabwicklung für 2006 im Plan liege. Von der Insolvenz sind 150 Beschäftigte betroffen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde laut Amtsgericht der Nürnberger Anwalt Steffen Goede bestellt.

„Der Druck auf die persönlich haftenden Eigentümer stieg stetig und wurde letztlich so immens, dass sich die Eigentümer entschlossen haben, Insolvenzantrag zu stellen“, lautete die ausführliche Begründung. Die Mitarbeiter unterstützen den Angaben zufolge den Restrukturierungsprozess durch die Erklärung eines schriftlichen Lohnverzichtes. Das Unternehmen feierte erst im Juli sein 125- jähriges Bestehen. Damals besuchten Tausende Eisenbahnfreunde aus ganz Europa die Produktionsstätte in Nürnberg-Altenfurt.

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