Nullrunde 2006
Tarifkonflikt bei Coca-Cola beigelegt

Der seit Wochen schwelende Tarifkonflikt bei der deutschen Coca-Cola-Tochter ist beigelegt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einigte sich am Mittwoch in Berlin mit der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG auf ein Vertragspaket. Damit steht für 2006 eine Nullrunde an.

HB BERLIN. Das Vertragspaket sieht für die rund 9 300 Beschäftigten eine Entgelt-Nullrunde für 2006 vor und für die Jahre 2007 bis 2009 Einkommenssteigerungen in Höhe der Inflationsrate, wie beide Seiten mitteilten. Abhängig vom Unternehmensgewinn können noch 0,4 Prozentpunkte hinzukommen. Mit der Einigung ist auch die Streikdrohung zur Fußball-WM vom Tisch.

Vor dem Hintergrund eines möglichen Stellenabbaus wurde ein Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung vereinbart. Danach sind alle NGG-Mitglieder bis Ende 2009 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Ein Coca-Cola-Sprecher sagte, die Regelung gelte de facto für alle Mitarbeiter. Die Gewerkschaft hatte den Verlust von bis zu 3000 Arbeitsplätzen befürchtet – als Folge einer Umstrukturierung in den Abfüllbetrieben nach Einführung des neuen Pfandsystems Anfang Mai.

Eine flexible Arbeitszeitregelung ermöglicht es dem Unternehmen künftig, besser auf die schwankende Nachfrage zu reagieren. Zugleich wurde der Manteltarifvertrag mit der tariflichen Arbeitszeit von 37,5 Stunden verlängert. Mitarbeitern ab 55 Jahren soll mit einer Altersteilzeit-Regelung ein vorzeitiges Ausscheiden ermöglicht werden. Unternehmen und Gewerkschaft zeigten sich mit dem Ergebnis ihrer Verhandlungen zufrieden.

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