Nullrunde und Kostenreduzierung gefordert
VW bleibt trotz Warnstreiks hart

Nach dem Scheitern der fünften Verhandlungsrunde im festgefahrenen Tarifkonflikt sieht sich Europas größter Autobauer erstmals seit 1995 wieder mit Warnstreiks konfrontiert. Konzernchef Bernd Pischetsrieder hat sich davon allerdings nicht beeindrucken lassen.

HB WOLFSBURG. Nachdem die Tarifgespräche in der Nacht zum Freitag abermals ohne erkennbare Fortschritte vertagt wurden, rief die IG zu befristeten Arbeitsniederlegungen auf. Gleich zum Ende der Friedenspflicht um Mitternacht legten tausende VW-Arbeiter zeitweise die Arbeit nieder. In der nächsten Woche soll der Druck auf das VW- Management mit weiteren Aktionen noch erhöht werden.

Am Montag, wenn die Verhandlungen für die rund 103 000 Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken in sechster Runde fortgesetzt werden, wollen mehrere tausend Beschäftigte die Arbeit unterbrechen. Im VW-Werk Braunschweig ruht die Produktion von 5 Uhr an, auch in Salzgitter gibt es Kundgebungen und Warnstreiks. Ob es auch an anderen Standorten Protestaktionen gibt, stand zunächst noch nicht fest. Nach der Vertagung der Tarifgespräche hatten sich in der Nacht zum Freitag rund 4000 Beschäftigte in Hannover, Kassel und Braunschweig an ersten befristeten Arbeitsniederlegungen beteiligt.

Die IG Metall fordert vor allem eine Arbeitsplatzgarantie in einem Tarifvertrag und eine Lohnerhöhung von zwei Prozent. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft vier Prozent mehr Geld verlangt. IG Metall- Verhandlungsführer Hartmut Meine hatte zudem bereits eine weitere Kompromissbereitschaft beim Thema Lohnerhöhung angedeutet. VW dagegen sieht keinen Spielraum für Einkommenserhöhungen und fordert eine zweijährige Nullrunde. Meine kritisierte zudem die weitergehende Absicht von VW, die Einkommen der Beschäftigten für mehrere Jahre einzufrieren. Dies sei faktisch eine mehrjährige Nullrunde.

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