Nummer eins im skandinavischen Generika-Markt
Merck übernimmt Generika-Anbieter in Skandinavien

Die Darmstädter Pharma- und Spezialchemiegruppe Merck hat von dem US-Pharmaunternehmen Pfizer den überwiegenden Teil von NM Pharma in Skandinavien übernommen. Die Behörden müssen ihr Einverständnis allerdings noch geben.

HB DARMSTADT. Der Kaufpreis betrage rund 54 Mill. Euro, teilte Merck am Donnerstag in Darmstadt mit. „Mit der Übernahme von NM Pharma erringt Merck Generics die klare Führungsposition in Skandinavien“, kommentierte Hank Klakurka, Chef der Merck Generics-Gruppe die Akquisition. Konzernchef Bernhard Scheuble hatte Ende Juli eine kleinere Akquisition im Generikabereich angekündigt.

Das übernommene Geschäft mit Sitz in der schwedischen Hauptstadt Stockholm erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 39,1 Mill. Euro. Nach Abschluss der Übernahme will Merck die Produkte in die eigene Infrastruktur in Skandinavien integrieren. Nach Merck-Angaben hatte der skandinavische Markt für Nachahmerpräparate 2003 ein Umsatzvolumen von rund 600 Mill. Euro bei einer Jahreswachstumsrate von neun Prozent.

Deutschlands ältester Pharmakonzern muss zur Zeit in seiner Arzneimittelsparte unter anderem Nachahmerkonkurrenz in den USA für seinen einstigen Verkaufsschlager, das Diabetes-Medikament Glucophage, verkraften. Zudem drücken auslaufende Gewinnbeiträge aus der US-Vermarktung des lukrativen Magenmittels Omeprazol auf die Ergebnisse. Der neue Hoffnungsträger im Pharmageschäft, das Krebsmittel Erbitux, hatte erst vor wenigen Monaten von der EU-Kommission grünes Licht für die europaweite Vermarktung erhalten. In dieser Situation sorgt das Generikageschäft des Konzerns für Ausgleich. 2003 trug es 36 Prozent zum Gesamtumsatz der Pharmasparte bei.

Im zweiten Jahresviertel 2004 erwirtschaftete der Konzern mit Nachahmerpräparaten ein Umsatzplus von 5,9 Prozent auf 402 Mill. Euro. In Europa betrug das Wachstum vier Prozent, wobei aber in einzelnen Märkten wie Frankreich und Spanien kräftige prozentual zweistellige Zuwachsraten verzeichnet wurden. Im US-Markt erwirtschafteten die Darmstädter mit Nachahmerpräparaten in lokaler Währung ein Umsatzplus von 16 Prozent.

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