Nur das Kerngeschäft mit Glühkerzen und Dieselschnellstart-Systemen entwickelte sich im vierten Quartal über Plan
Beru verfehlt Umsatzprognose

Für das Geschäftsjahr 2004/05 hat der Autozulieferer Beru seine Umsatzprognose verfehlt und muss überdies zehn Millionen Euro Steuern nachzahlen. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, dass der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende März) nach vorläufigen Zahlen um rund neun Prozent gestiegen.Damit verfehlte der Dieseltechnik-Spezialist seine bereits im Februar um drei Punkte auf ein Plus von zehn Prozent gesenkten Erwartungen.

HB LUDWIGSBURG. Im vierten Quartal hätten die Erlöse nur auf dem Vorjahresniveau gelegen. Eine Sprecherin sagte, durch das schwächer als erwartete Quartal werde auch der anvisierte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 51 (Vorjahr: 53,4) Millionen Euro leicht verfehlt. Der zusätzliche Steueraufwand von zehn Millionen Euro habe sich aus einer Steuerprüfung für die Jahre 1997/98 bis 2001/02 ergeben, die im Dezember 2003 begonnen habe. Dadurch habe sich der Jahresüberschuss entsprechend vermindert. Beru hatte in den ersten neun Monate 2004/05 einen Nettogewinn von 24 (25,8) Millionen Euro erzielt. Die genauen Zahlen sollen am 30. Juni veröffentlicht werden.

Das operative Ergebnis (Ebit) von Beru ist im abgelaufenen Jahr ohnehin durch Sonderaufwendungen belastet. Abfindungskosten für den ausgeschiedenen Vorstand Bernhard Herzig und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch den US-Autozulieferer BorgWarner schlügen mit fünf Millionen Euro zu Buche. BorgWarner hatte Beru Ende 2004 übernommen. Das Kerngeschäft mit Glühkerzen und Dieselschnellstart-Systemen entwickelte sich im vierten Quartal zwar über Plan, unter den Erwartungen sei jedoch das Geschäft mit Zuheizgeräten und und Reifendruckkontrollsystemen geblieben, berichtete der Automobilzulieferer. Beru hatte ursprünglich für 2004/05 mit einem operativen Gewinn von 59 Millionen Euro und einem Umsatzzuwachs von 13 Prozent gerechnet. Die im MDax notierte Beru-Aktie lag im Vormittagshandel kaum verändert bei 70,95 Euro.

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