Nur in China werden Kapazitäten ausgeweitet
Volkswagen streicht Investitionen zusammen

VW-Chef Bernd Pischetsrieder will die Investitionen des Wolfsburger Volkswagen-Konzerns in den nächsten Jahren massiv zusammenkürzen.

HB WOLFSBURG.Der Aufsichtsrat des größten europäischen Autoherstellers solle in seiner Planungsrunde an diesem Freitag entscheiden, dass die Investitionen in den nächsten fünf Jahren um rund 10 Prozent auf rund 30 Milliarden Euro gesenkt werden, hieß es am Mittwoch in Konzernkreise. Sie bestätigten damit einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe). Damit läge die Summe in etwa auf dem Niveau der Planungen von 2001.

Aus Kreisen des Aufsichtsrats hieß es, es handele sich um eine „normale Sache angesichts der international unsicheren Marktsituation und nicht um einen Kurswechsel des Konzerns“. Es sei für VW wichtig, bei der anstehenden Planung die Marktlage zu berücksichtigen und nicht Kapazitäten zu schaffen, die später nicht benötigt werden. Außer in China habe VW ausreichende Produktionskapazitäten. Auch nach der Kürzung, die alle Bereiche betreffen sollen, liege Volkswagen mit seiner Investitionsquote nach wie vor deutlich vor der Konkurrenz.

In den Plänen des Vorstandes habe weiter der Ausbau der Auto- Palette oberste Priorität. Ziel sei es weiterhin, alle Segmente abzudecken. Bei gekürzten Investitionen sei dies aber nur mit einem konsequenten Einsatz der Modulstrategie möglich. Sie sieht vor, dass baugleiche Teile, die der Kunde nicht direkt sieht, in möglichst vielen Modellen aller Konzernmarken eingebaut werden. So erzielt VW auf Grund der besseren Auslastung der Produktion höhere Renditen. Schon bei der Vorlage der Neun-Monats-Zahlen Ende Oktober hatte Pischetsrieder angekündigt, die Investitionen, die allein 2002 bei 9,1 Milliarden Euro gelegen hatten, in den nächsten Jahren zurückzuschrauben. Traditionell beschäftigt sich der Aufsichtsrat bei der letzten Aufsichtsratssitzung des Jahres mit der mittelfristigen Finanzplanung.

Die vorherige Planungsrunde hatte 2002 bis 2007 Investitionen von insgesamt 33,3 Milliarden und damit 7 Prozent mehr als im Vorjahr vorgesehen. Damals hieß es, Ziel der Milliarden-Ausgaben sei es, Lücken in der Modellpalette zu schließen und unter anderem ein preiswertes Einstiegsmodell anzubieten. Ein Schwergewicht lag auch in dem stark wachsenden Markt China. Auch in die Weiterentwicklung von Motoren und Getrieben sollte Geld fließen.

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