Nur wenige Top-Produzenten können ihre Umsätze trotz Branchenkrise steigern – Aussichten bleiben trübe
Billigimporte setzen Schuhherstellern zu

Deutsche Schuhproduzenten verlieren in ihrer Heimat zunehmend Marktanteile an Billigkonkurrenten aus Fernost.

cs/sts DÜSSELDORF. Wie der Hauptverband der Deutschen Schuhindustrie anlässlich der Düsseldorfer Branchenmesse GDS mitteilte, sank der Umsatz der deutschen Schuhindustrie gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent auf 2,82 Mrd. Euro. Nicht nur auf den Auslandsmärkten büßten sie fast elf Prozent ihres Umsatzes ein, auch im Inland ging das Geschäft um 3,2 Prozent zurück – stärker als das der Importeure.

Vor allem Firmen aus China und Südostasien setzen die heimische Industrie mit aggressiven Preisen unter Druck. „Schuhhersteller aus diesen Regionen bereiten den europäischen Produzenten immer größere Probleme“, klagt Phillip Urban, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands.

Was die deutschen Produzenten alarmiert: Die ausländischen Konkurrenten steigerten ihren Absatz hier zu Lande um 7,6 Prozent, der Wert der verkauften Schuhimporte aber ging um 2,1 Prozent zurück. Mit anderen Worten: Immer mehr Masse kommt zu geringeren Preisen ins Land.

Auf der Schuhmesse GDS, die am Sonntag ihre Tore schloss, suchten die Hersteller deshalb, neue Impulse zu geben. Design-Anleihen aus vergangenen Jahrzehnten sollen das Geschäft ankurbeln, ebenso wie knallige Farben – gelb, orange und grün werden nach dem Willen der Hersteller die Schuhmode in der kommenden Saison dominieren.

Trotz Konsumflaute schlagen sich einzelne Hersteller tapfer. Der Rosenheimer Schuhanbieter Gabor Shoes AG etwa hat den Umsatz 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent auf 240,3 Mill. Euro gesteigert. Das nicht börsennotierte Familienunternehmen verkaufte im vergangenen Jahr 6,6 Millionen Paar Schuhe.

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