Nur zwei Ausnahmen
Nikon verabschiedet sich von analogen Kameras

Der japanische Traditionskonzern Nikon setzt voll auf digitale Kameras. Beinahe alle filmbasierten Spiegelreflex-Modelle werden eingestellt. Es gibt nur zwei Ausnahmen.

HB TOKIO/NEW YORK/DÜSSELDORF. Da die klassischen Apparate angesichts des Booms der digitalen Fotografie nur noch einen geringen Anteil der Umsätze ausmachten, würden fast alle Spiegelreflexkameras mit Kleinbildfilm aus dem Programm genommen, teilte der japanische Konzern am Donnerstag in den USA mit. Im vergangenen Geschäftsjahr (bis März 2005) hatten Analogkameras nur noch etwa 3 Prozent der Umsätze der Foto-Sparte ausgemacht.

Die Mitteilung war so zu verstehen, dass der Produktionsstopp nicht nur den US-Markt betrifft; Nikon Großbritannien berichtete gleiches. Von Nikon in Deutschland war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Nur noch zwei Spiegelreflexkameras werden künftig ohne Chip ausgeliefert: Das Spitzenmodell F6 und die in Deutschland nicht erhältliche manuelle Einsteigerkamera FM10. Auch bei den manuell zu fokussierenden Objektiven gibt es erhebliche Einschnitte; etliche Typen fallen weg.

Ebenfalls eingestellt werde die Produktion von Objektiven für Vergrößerer. Zehn Jahre lang werde es aber noch Service-Leistungen geben. Über die Zukunft der analogen Kompaktkameras machte Nikon keine Angaben.

Vor Nikon hatten bereits etliche andere Hersteller ihre analogen Produkte vom Markt genommen. Zuletzt hatte der Mittelformat-Spezialist Bronica ganz aufgegeben. Nikons Entschluss wiegt jedoch besonders schwer, weil das Unternehmen nach Canon der bedeutendste Hersteller von Spiegelreflexkameras ist.

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