Nutzfahrzeug-Hersteller
Daimler verkauft mehr Nutzfahrzeuge

Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler hat trotz der weltweiten Rezession im vergangenen Jahr mehr Lkw und Omnibusse verkauft als ein Jahr zuvor. Der Absatz an schweren und mittelschweren Lkw stieg um ein Prozent auf 472 100 Fahrzeuge.

HB STUTTGART. Die Zahl der ausgelieferten Omnibusse sei um vier Prozent auf den Rekordwert von 40 600 gewachsen. Für das laufende Jahr wagte der Konzern, den vor allem die Krise des Pkw-Marktes belastet, keinen Ausblick. Seit Sommer vergangenen Jahres schrumpfen die lange boomenden Nutzfahrzeugmärkte in Lateinamerika und Europa. In Nordamerika und Japan ist die Nachfrage nach Lkw schon länger rückläufig. Daimler sei auf die Marktschwäche vorbereitet, sagte Truck-Chef Andreas Renschler.

Er setzt unter anderem auf einen verstärkten Absatz in Schwellenländern wie Russland, China und Indien. Dort will Daimler zusammen mit lokalen Herstellern Nutzfahrzeuge bauen, nennenswerte Stückzahlen dürften jedoch erst in einigen Jahren anfallen.

Ein Drittel der weltweit von Daimler verkauften Lkw entfiel auf Mercedes-Benz. Die Marke mit dem Stern lieferte mit 170 100 Fahrzeugen sechs Prozent mehr aus als im Rekordjahr 2007. Die Lkw waren vor allem im Nahen Osten und in Lateinamerika gefragt. Bei der japanischen Tochter Mitsubishi Fuso stieg die Lkw-Verkaufszahl 2008 um fünf Prozent auf knapp 198 000.

Schwach blieb der Absatz auf dem nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt. In den USA, Kanada und Mexiko verkaufte Daimler wegen der eingebrochenen Baukonjunktur und der Wirtschaftsflaute 104 300 schwere Lkw, ein Minus von zwölf Prozent. Der nordamerikanische Lkw-Markt insgesamt sei im vergangenen Jahr sogar um 16 Prozent geschrumpft, teilte Daimler mit.

Bei Omnibussen profitierte der Stuttgarter Konzern von der guten Nachfrage in Westeuropa. Dort ist Daimler mit 7800 verkauften Fahrzeugen Marktführer mit einem Anteil von 30 Prozent. In Deutschland verkaufte Daimler im vergangenen Jahr mit 3100 Bussen elf Prozent mehr und baute den Marktanteil damit auf 60 Prozent aus. Mit 13 100 ausgelieferten Bussen wuchs der Absatz in Brasilien um vier Prozent.

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