Nutzfahrzeugbauer erwarten neue Impulse von IAA
Lkw-Geschäft brummt derzeit

Gestärkt durch wieder deutlich anziehende Auftragseingänge ist die Nutzfahrzeugbranche optimistisch. „Das Jahr 2004 ist für die Nutzfahrzeugbranche ein Jahr des Aufschwungs“, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, anlässlich der IAA-Nutzfahrzeuge (23. bis 30. September).

HB HANNOVER. Der Bereich schwere Nutzfahrzeuge erlebe einen regelrechten Boom und erwarte 2004 zweistellige Zuwachsraten bei Produktion, Export und Neuzulassungen, berichtete Gottschalk am Dienstag in Hannover. Im Gefolge des weltweiten Rückenwinds für die Nutzfahrzeugmärkte verzeichneten auch die deutschen Lkw- und Busbauer einen deutlichen Anstieg der Nachfrage. Bei schweren Lkw stieg der deutsche Export in den ersten sieben Monaten um 17 %, die Neuzulassungen erhöhten sich um 16 % und die Produktion wurde sogar um 23 % ausgeweitet.

Die Auftragseingänge für schwere Nutzfahrzeuge legten in den ersten sieben Monaten um mehr als 30 % zu. Ihre Marktanteile konnten die deutschen Hersteller in Westeuropa auf 38,8 % (plus 1,0 %punkte) und in Deutschland auf 73,2 % (plus 0,6) erhöhen. Beim Export von Schwerlastern erwarte die Branche mit 117 000 Fahrzeugen (Vorjahr: 101 000) einen Rekord, sagte Gottschalk. Bescheidener verlaufe die Entwicklung bei Transportern. Dort werde mit fünf Prozent mehr Neuzulassungen gerechnet.

Gerade die EU-Osterweiterung eröffne der Lkw-Branche neue Perspektiven und lasse die Zuversicht wachsen. Große Themen auf der Messe seien aber ferner auch neue Technologien zur Abgas- und Verbrauchsreduzierung. Damit stehe die Industrie vor einem „Quantensprung“, sagte Gottschalk. Es werde eine Fülle von Angeboten geben, die die Abgasnormen Euro vier oder Euro fünf erfüllten. Lkw und Busse würden damit zu „ökologischen Saubermännern“, die weniger Schadstoffe ausstießen als eine Diesel-Lok. Damit erübrigten sich auch „Verlagerungsargumente“, sagte Gottschalk. Rund 70 % der Transporte werden bereits jetzt auf der Straße abgewickelt.

In Sachen Sicherheit werde das Hauptaugenmerk auf der Weiterentwicklung der elektronischen Sicherheitssysteme, aber auch auf Fahrerschulung und Fahrsicherheitstraining liegen. Das gelte vor allem mit Blick auf Omnibusse und Transporter. Mit der IAA beginnen werde auch die Umsetzung der freiwilligen Selbstverpflichtung, bei Lkw über 7,5 Tonnen neue Spiegel-Systeme ohne „toten Winkel“ serienmäßig einzusetzen.

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