Nutzfahrzeugboom
Osteuropa und Asien bescheren MAN dickes Auftragsplus

Die Nutzfahrzeugsparte des Maschinenbaukonzerns MAN rechnet für das laufende Jahr mit einem weiteren Nachfrageschub. Das Unternehmen habe mehr Bestellungen für Nutzfahrzeuge als es bauen könne, hieß es. Zu der von Volkswagen angestrebten Dreierallianz aus VW, Scania und MAN sagte Unternehmens-Chef Anton Weinmann noch recht wenig.

HB MÜNCHEN. "In das neue Geschäftsjahr ist MAN Nutzfahrzeuge sehr gut gestartet. Für das Jahr 2008 wird mit einem weiteren Wachstum bei Absatz, Umsatz und Ergebnis gerechnet", teilte das Konzernsegment am Dienstag in München mit. Im vergangenen Jahr hatte MAN bei einem Umsatz von 12,7 Mrd. Euro einen Gewinn von 785 Mill. Euro eingefahren. MAN habe mehr Bestellungen für Nutzfahrzeuge, als das Unternehmen bauen könne.

Vor allem in Osteuropa und Asien sei der Bedarf nach neuen Lastwagen hoch. In Europa wolle MAN seinen Marktanteil auf 18 von zuletzt 16,1 Prozent steigern. Im laufenden Jahr werde die Sparte 100 Mill. Euro in den Ausbau und die Modernisierung seines Servicenetzes stecken.

Trotz Verlusten im vergangenen Jahr hält der Konzern an seiner Bus-Sparte fest. Der Vorstand gebe ein klares Bekenntnis zum Omnibus-Bereich ab, sagte der Vorstandsvorsitzende Anton Weinmann. Im vergangenen Jahr hatte die Sparte einen operativen Verlust von 13 Mill. Euro eingefahren. Die Restrukturierung werde weiter voran getrieben, hieß es. Dazu soll auch eine Vereinbarung mit der IG Metall zur Sicherung des Standorts Salzgitter beitragen, die beide Seiten im Januar getroffen hatten. Um Kosten zu sparen, hat MAN bereits die Verlagerung der Stadtbus-Montage von Salzgitter nach Polen beschlossen.

Das Unternehmen rechnet weiter mit einer von Volkswagen auf den Weg gebrachten LKW-Dreierallianz. "Eine Kooperation mit Scania und dem schweren Nutzfahrzeugbereich von Volkswagen macht Sinne", bekräftigte Anton Weinmann, Vorstandsvorsitzender der MAN.

Der Münchener Nutzfahrzeughersteller sehe die Entwicklung äußerst positiv. "Wir hoffen und gehen davon, dass sich Synergien möglichst schnell realisieren lassen", so Weinmann. MAN stehe "Gewehr bei Fuß". Weiter wolle er auf das Thema nicht eingehen.

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