Nutzfahrzeuge
Daimler will in Indien und Russland wachsen

Der weltgrößte Lkw-Hersteller Daimler will die Nutzfahrzeugmärkte in Indien und Russland erobern. Die Märkte gelten als wachstumsstark – anders als die angestammten Regionen.

HB DETROIT. „Wir haben einen Partner. Wir stehen kurz vor einer Bekanntgabe“, sagte Lkw-Vorstand Andreas Renschler mit Blick auf Indien bei der Vorstellung eines neuen Motors für schwere Lastwagen am Freitag in Detroit. Die Entscheidung über den Standort für eine Lastwagen-Fabrik in Russland werde Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres fallen. Dort will Daimler Lkw aus vorgefertigten Komponenten montieren – wie bereits in Brasilien, Argentinien, Mexiko und der Türkei.

„Wir haben eine sehr gute Position in unseren angestammten Märkten“, sagte Renschler. „Das echte Wachstum wird aber in China, Indien und Russland stattfinden – oder findet bereits statt.“ In China, dem dritten vielversprechenden Lkw-Markt, warte Daimler noch immer auf die Genehmigung der Regierung für ein Gemeinschaftsunternehmen mit Beiqi Foton. „Das ist in China nicht einfach“, räumte Renschler ein. Daimler habe festgestellt, dass man in jedem der neuen Märkte unterschiedlich vorgehen müsse. So wollten die russischen Spediteure Fahrzeuge, die sie auch im Rest Europas einsetzen könnten. Auch für die US-Marke Freightliner gebe es Nachfrage.

Von der geplanten Motorenplattform, mit der Daimler weltweit einheitliche Antriebe für schwere Lkw durchsetzen will, erhoffe sich der Konzern jährliche Einsparungen von 600 Millionen Euro, wenn die Strategie voll umgesetzt und alle Motoren auf dem Markt seien. Bisher unterscheiden sich Antriebe für Lkw in Europa, in Asien und Amerika deutlich. Künftig sollen bis zu 90 Prozent der Teile identisch sein.

Für den Lkw-Markt in den USA hat Renschler kurzfristig wenig Hoffnung: Er werde mindestens noch bis Anfang 2008 unter Druck bleiben. Trotzdem könne die Tochter Freightliner in diesem Jahr schwarze Zahlen schreiben. „Ich denke, es ist gut, was wir bis Oktober erreicht haben. Ich bin sicher, dass wir bis Dezember (profitabel) bleiben“, sagte der Lkw-Chef.

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