Nutzfahrzeuge
MAN an VW-Lkw-Geschäft in Brasilien interessiert

Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN erwägt die Übernahme des Lkw-Geschäfts von Volkswagen in Brasilien. Offen bleibt nach wie vor, ob und wie eine Dreier-Allianz type="organisation" value="SE0000308280"> VW/MAN/Scania im Lkw-Sektor aufgebaut werden kann.

HB MÜNCHEN. "Das ist eine Option, die geprüft wird", zitierte die Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" vorab eine mit den Vorgängen vertraute Person. Dies könne "noch im laufenden Jahr geschehen". Zudem überlege MAN auch, ein eigenes Motorenwerk in Brasilien zu bauen. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr aus Branchenkreisen ebenfalls, dass der Kauf des Nutzfahrzeuggeschäfts von VW in Brasilien für MAN eine Möglichkeit sei. Ein VW-Sprecher erklärte, derzeit gebe es keine konkreten Pläne für einen Verkauf der Lkw-Sparte an MAN. Ein MAN-Sprecher sagte dazu: "Wir führen gute Gespräche mit VW über Kooperationen in Südamerika."

VW-Chef Martin Winterkorn hatte erst in dieser Woche erklärt, demnächst die Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit der beiden Lkw-Bauer Scania, MAN und der eigenen Nutzfahrzeugsparte auszuloten. "Wir werden das Thema im Herbst angehen", hatte Winterkorn am Donnerstag gesagt. "Wir werden überlegen, wie man das ganze Gebilde formt." Volkswagen hat seit Donnerstag alle wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen für die Übernahme der Mehrheit an dem schwedischen Lastwagenkonzern Scania zusammen.

VW hatte sich Anfang März mit dem zweiten Scania-Großaktionär Wallenberg geeinigt, für 2,8 Milliarden Euro dessen 30-Prozent-Paket an Scania zu übernehmen. Der Anteil von VW steigt dadurch von 38,0 auf 68,6 Prozent der Stimmrechte. Weitere 17 Prozent hält MAN, wo VW mit fast 30 Prozent ebenfalls größter Anteilseigner ist.

Seit Monaten wird immer wieder über eine Zusammenführung des Lkw- Geschäfts von MAN, Scania und VW spekuliert. VW-Chef Winterkorn hatte zuletzt aber klargestellt, die beiden Marken Scania und MAN auf keinen Fall beschädigen zu wollen. Es könnten aber Synergien zwischen den einzelnen Marken gehoben werden. Über mögliche Kooperationen solle im weiteren Jahresverlauf gesprochen werden, voraussichtlich im Herbst.

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