Industrie

_

Obamas Bildungsfonds: Milliarden für eine US-Berufsschule

US-Präsident Barack Obama steckt in einem Dilemma: Millionen Amerikaner sind arbeitslos, gleichzeitig suchen Unternehmen verzweifelt nach Fachkräften. Ein neuer Bildungsfonds soll das Problem entschärfen.

Präsident Barack Obama besichtigt eine Windkraftwerkfabrik von Siemens in Fort Madison, Iowa. Quelle: Reuters
Präsident Barack Obama besichtigt eine Windkraftwerkfabrik von Siemens in Fort Madison, Iowa. Quelle: Reuters

Virginia BeachZwei zentrale Probleme am amerikanischen Arbeitsmarkt machen US-Präsident Barack Obama zu schaffen. Zum einen sind nach der Wirtschafts- und Finanzkrise immer noch Millionen von Amerikanern arbeitslos oder unterbeschäftigt. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 8,3 Prozent – das ist etwas niedriger als noch vor zwei Jahren, doch immer noch weit über dem Niveau vor der Krise.

Anzeige

Gleichzeitig fehlen dem Land aber qualifizierte Arbeitskräfte. Industrieunternehmen können rund 600.000 offene Stellen nicht besetzen, weil ihnen geeignete Kandidaten fehlen, ergab im vergangenen Jahr eine groß angelegte Umfrage in den USA. Bei einigen Unternehmen ist die Not so groß, dass sie Mitarbeiter allein dafür beschäftigen, arbeitslos gewordene Ingenieure und andere Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen. Sie warten im Prinzip darauf, dass irgendwo im Land eine Firma pleitegeht und fahren dann dorthin, um mit neuen Kollegen zurückzukommen.

Dabei setzt Barack Obama gerade auf die Industrie, um die Arbeitslosenquote zu senken. Der Präsident hat eine Reihe von Initiativen ins Leben gerufen, die es Unternehmen einfacher machen sollen neue Stellen zu schaffen und Mitarbeiter auszubilden. Jüngstes Projekt des Präsidenten ist der „Community College to Career Fund“: Acht Milliarden Dollar ist der Fonds schwer, der neue Partnerschaften zwischen den Community Colleges – meist frei zugängliche, staatlich finanzierte Hochschulen, die eine zweijährige Ausbildung anbieten, aber qualitativ nicht mit renommierten Universitäten vergleichbar sind – und Unternehmen bilden soll. Die Colleges sollen dann als eine Art deutsche Berufsschule fungieren und rund zwei Millionen Amerikaner mit Qualifikationen versehen, die direkt zu einem Job führen.

  • Die aktuellen Top-Themen
Fernbus-Markt: Ab November geht der ADAC-Postbus auf Reisen

Ab November geht der ADAC-Postbus auf Reisen

Früher kam die Post mit der Kutsche. Jetzt kommt sie mit dem Bus: Zusammen mit dem Verkehrsclub ADAC drängt das Unternehmen auf den Fernbusmarkt. Bereits für 2014 hat sich die Deutsche Post ein ehrgeiziges Ziel gesteckt.

Kaufangebot: Yahoo flirtet mit Videodienst Hulu

Yahoo flirtet mit Videodienst Hulu

Anfang der Woche hat Yahoo sich die Blog-Plattform Tumblr einverleibt. Nun will der Internetkonzern offenbar erneut in die Tasche greifen: US-Medien zufolge reichte Yahoo ein Kaufangebot für den Videodienst Hulu ein.

VDA-Präsident: Branche soll Elektroautos mehr Zeit lassen

Branche soll Elektroautos mehr Zeit lassen

8500 Elektroautos fahren laut VDA-Präsident Wissmann auf deutschen Straßen. Eigentlich wollte er dort bis 2020 eine Million sehen; das Ziel werde vielleicht nicht pünktlich erreicht. Doch entscheidend sei etwas anderes.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR UNTERNEHMENS-VERKAUF UND UNTERNEHMENSNACHFOLGE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.