Oberflächenrisse festgestellt
Neue Panne im AKW Brunsbüttel

Die Pannen-Serie im seit Juli abgeschalteten schleswig-holsteinischen Atomkraftwerk Brunsbüttel reißt nicht ab.

HB HANNOVER. An zwei Armaturen des Reinigungssystems für das Reaktorwasser seien Risse an der Oberfläche aufgetreten, teilte Vattenfall Europe am Montag mit. Außerdem sei im sogenannten Unabhängigen Notstandssystem ein kleines Leck an einem Messanschluss festgestellt worden. Dieser gehört zum Kühlsystem einer der beide Einspeisepumpen. Die Funktion des Notsystems, das im Störfall als Ersatz bei der Kühlung dienen soll, sei nicht beeinträchtigt gewesen, erklärte Vattenfall Europe.

Die beiden meldepflichtigen Ereignisse fallen nach Angaben des schleswig-holsteinischen Sozialministeriums, das die Atomaufsicht hat, in die unterste Kategorie N (Normal). Die Ursachen müssten noch geklärt werden, teilte das Ministerium mit.

Wie Brunsbüttel ist das ebenfalls von Vattenfall Europe betriebene AKW Krümmel seit Monaten vom Netz. Dort hatte Ende Juni ein Transformator gebrannt. Vergangene Woche hatte die Atomaufsicht erklärt, die beiden mehr als 20 Jahren alten Kraftwerke seien noch nicht wieder sicher. Wann Krümmel und Brunsbüttel zurück ans Netz kommen, sei daher noch offen.

In Stockholm teilte Vattenfall mit, das Unternehmen werde nach seiner Pannenserie in den deutschen und auch in schwedischen Atomkraftwerken einen Chefposten für Sicherheit in den Atomanlagen einrichten. Wer die Aufgabe übernehme, sei aber noch offen. Außerdem führt das Unternehmen ein internes Gremium für Atomsicherheit ein.

Im vergangenen Jahr war es in Vattenfalls schwedischem Atomkraftwerk Forsmark zu einem Kurzschluss gekommen. In einem weiteren schwedischen AKW brach später ein Feuer aus, außerdem wurde ein Leck entdeckt. Im vergangenen Sommer kam es dann zu ähnlichen Zwischenfällen in den beiden deutschen Atomkraftwerken von Vattenfall.

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