Oberklasse
Luxusauto-Nachfrage beflügelt BMW stärker als die Rivalen

Der Autobauer BMW hat im dritten Quartal vor Steuern einen Rekordgewinn erzielt. Das hat der Konzern der verstärkten Nachfrage nach hochmotorisierten Wagen mit aufwändiger Ausstattung zu verdanken. Von dieser Tendenz profitieren auch die Konkurrenten Mercedes und Audi - allerdings nicht im gleichen Maße.
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tia/HB DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Nach der Wirtschaftskrise leisten sich die Kunden wieder teurere Autos. Das gilt insbesondere für das wirtschaftlich boomenden China, wo die aufstrebende Mittelschicht ihren Status mit einem teuren Auto symbolisieren will. Auch in den USA sind Luxusautos wieder sehr gefragt. Das füllt die Kassen der Luxusautobauer, die an den Sonderausstattungen gut verdienen.

Im dritten Quartal hat der BMW-Konzern seinen Umsatz um 35,6 Prozent gesteigert, während der Absatz gleichzeitig lediglich um 13 Prozent zulegte. Da konnte Daimlers Pkw-Sparte nicht mithalten, deren Umsatz um 33 Prozent zunahm und damit nicht ganz doppelt so stark wie der Absatz. Audi erhöhte den Umsatz um 17,7 Prozent, den Absatz um 12,5 Prozent.

BMW hat am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen seine Ergebnisprognose erhöht. Im Gesamtjahr gehen die Münchener in der Autosparte nun von einer operativen Rendite von mehr als sieben Prozent nach zuletzt über fünf Prozent aus. Das Konzernergebnis solle "signifikant" steigen. Analysten hatten vor Vorlage der Quartalszahlen für das Gesamtjahr durchschnittlich einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 4,52 Mrd. Euro erwartet.

Im dritten Quartal verbuchte BMW einen Nettogewinn von 874 Mio. Euro ein - nach 78 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn schnellte auf 1,4 Mrd. Euro von 126 Mio. Euro nach oben. Das ist eine Verelffachung. Der Umsatz legte um knapp 36 Prozent auf 15,9 Mrd. Euro zu. Damit übertraf der Autobauer die Erwartungen von Analysten.

In mancher Hinsicht ist BMW dem Stuttgarter Rivalen Daimler voraus. "Das Produktspektrum von BMW ist up to date und insbesondere durch den neuen 5er derzeit spannender als das von Daimler", sagt Stefan Schöppner, Autoanalyst bei der Commerzbank. Günstiger ist im Vergleich auch die Kostenstruktur. Hier ist allerdings Audi das Maß der Dinge, weil die Ingolstädter vom Zusammenspiel im VW-Konzern profitieren.

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