Ökonomen sehen Ende der „Übertreibungsphase“
Öl-Preisrutsch stimmt Wirtschaft optimistisch

Der jüngste Preisrutsch auf den Ölmärkten schafft vielen Unternehmen unerwarteten Spielraum. Beobachter gehen davon aus, dass die „Übertreibungsphase“ nun vorüber ist.

ebe/juf/pbs/rp/tom DÜSSELDORF. An den Börsen profitierten Ende vergangener Woche besonders Fluggesellschaften und Reisekonzerne. Ein Barrel (159 Liter) des europäischen Brentöls kostete am Freitag zeitweise nur noch gut 38 Dollar. Zu Beginn der vergangenen Woche hatte der Preis bei knapp 44 Dollar gelegen. Dieser Preisrückgang von rund 12 Prozent ist der stärkste binnen Wochenfrist seit März 2003. Noch Ende Oktober mussten bis zu 52 Dollar für ein Barrel bezahlt werden.

Ausgelöst wurde der Preisrückgang Mitte vergangener Woche durch einen unerwarteten Aufbau der Ölbestände in den USA. Ein Sprecher der Internationalen Energieagentur (IEA) sagte, die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) habe in den vergangenen Monaten weise gehandelt, die Ölproduktion hochzufahren. Bei der Opec hieß es, bei weiter fallenden Notierungen müsse man über eine Drosselung der Förderung nachdenken. Die Mitglieder der Organisation treffen sich am Freitag in Kairo.

Für Fluggesellschaften wie die Deutsche Lufthansa ist der Verfall der Ölnotierungen von großer Bedeutung. Die Lufthansa weist allerdings darauf hin, das Preisniveau sei im langfristigen Vergleich noch immer hoch. Allerdings könne der Konzern Täler beim Ölpreis nutzen, um seinen Treibstoffbedarf für 2005 stärker abzusichern. Der jüngste Preisrückgang wirkt sich noch nicht auf den Kerosinzuschlag aus. Die Lufthansa hatte ihren Kerosinzuschlag erst Mitte Oktober erhöht. Diese Erhöhung soll so lange in Kraft bleiben, bis der Brentölpreis an 30 aufeinander folgenden Tagen unter 40 US-Dollar pro Barrel liegt. Bis auf Billigfluglinien erheben derzeit fast alle Airlines Treibstoffzuschläge.

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