Ökostromgeschäft
RWE baut vier Wasserkraftwerke in Serbenrepublik

RWE hat den Zuschlag für den Bau von vier Wasserkraftwerken in der bosnischen Serbenrepublik erhalten. Vor zwei Wochen hatte der Energieversorger eine enge Zusammenarbeit mit dem staatlichen Unternehmen ERS besiegelt.
  • 2

DüsseldorfDer Energiekonzern RWE treibt sein Ökostromgeschäft auf dem Balkan voran. Der Konzern habe den Zuschlag zum Bau von vier Wasserkraftwerken in der bosnischen Serbenrepublik erhalten, teilte RWE Innogy am Mittwoch mit. Für den Bau und Betrieb der Anlagen am Fluss Drina habe RWE eine strategische Partnerschaft mit dem staatlichen Energieversorger ERS geschlossen.

Die Konzerne wollen ein Gemeinschaftsunternehmen aufbauen, an dem RWE 60 Prozent hält. Mit dem Bau der ersten von vier Anlagen könne 2014 begonnen werden. 2019 könne das Werk in Betrieb gehen. Die Kraftwerke sollen über eine Gesamtleistung von 210 Megawatt verfügen. Dies entspricht etwa dem Fünftel der Leistung eines Atomkraftwerks.

Die Investitionskosten bezifferte RWE nicht. Die Regierung hatte sie auf rund 400 Millionen Euro geschätzt. „Wasserkraft ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie zum Ausbau der erneuerbaren Energien“, sagte RWE Innogy-Chef Hans Bünting. Südosteuropa verfüge über große Potenziale in diesem Bereich. Im Gegensatz zu dem in ferne Länder wie Brasilien strebenden Konkurrenten E.ON betrachtet RWE-Chef Peter Terium Europa weiterhin als wichtigsten Markt für den Versorger.

Erst vor zwei Wochen hatte er eine enge Zusammenarbeit mit dem serbischen Versorger EPS besiegelt. Die Konzerne wollen gemeinsam Kraftwerke modernisieren und neue bauen. RWE Innogy hatte mit EPS bereits 2011 ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Wasserkraftwerken am Fluss Morava gegründet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ökostromgeschäft: RWE baut vier Wasserkraftwerke in Serbenrepublik"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • ERS und EPS sind zwei verschiedene Unternehmen. ERS = Elektroprivreda Republike Srpske (aus Bosnien), EPS = Elektroprivreda Srbije (aus Serbien).

  • "[...] habe RWE eine strategische Partnerschaft mit dem staatlichen Energieversorger ERS geschlossen."

    Weiter unten steht:

    "Erst vor zwei Wochen hatte er eine enge Zusammenarbeit mit dem serbischen Versorger EPS besiegelt."

    Schreibfehler, oder zwei verschiedene Unternehmen?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%