Öl als Gegenleistung
Yukos-Übernahme wurde mit chinesischem Geld bezahlt

Der staatliche russische Ölkonzern Rosneft hat zur Übernahme des größten Yukos-Förderunternehmens Yuganskneftegaz einen Kredit aus China erhalten.

HB/fs/HB LONDON/MOSKAU. Russlands Finanzminister Alexej Kudrin bestätigte gestern, dass die russische Außenwirtschaftsbank (Vnesheconombank) bei chinesischen Banken sechs Mrd. Dollar aufgenommen habe. Diese seien dann an Rosneft gegangen. Als Gegenleistung sicherte sich China Öllieferungen für fünf Jahre.

Am 19. Dezember 2004 war das Herzstück von Yukos zur Tilgung der Steuerschulden des Mutterkonzerns an die unbekannte Firma BaikalFinanzgruppe für 9,4 Mrd. Dollar zwangsversteigert worden. Daraufhin schluckte Rosneft diese.

Yukos-Chef Steven Theede gibt sich nach wie vor kämpferisch. Er verwalte nicht nur eine leere Hülle, sagte er in London. „Yukos ist noch immer der sechstgrößte Ölproduzent des Landes, wir bedienen noch ein Fünftel der Marktnachfrage“. Theede zeigte sich optimistisch, dass Yukos eine Überlebenschance hat und kündigte rechtliche Schritte an, um Kompensationen durchzusetzen. Er habe bis heute keine Benachrichtigung über die Auktion, den Gewinner oder die Zahlung des Geldes für Yugansk bekommen, sagte der Yukos-Chef.

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