Öl- und Gasbranche
Neuer Rückschlag für Shell

Die Kosten eines milliardenschweren Flüssiggasprojekts des Energiekonzerns Royal Dutch Shell im Golfstaat Katar haben sich offenbar vervierfacht. Die Kostenexplosion wäre bereits der zweite Rückschlag für den niederländisch-britischen Öl-Multi in jüngster Zeit.

HB DOHA. Die ursprünglich auf fünf Milliarden Dollar angelegte Gasverflüssigungsanlage des geplanten „Pearl“-Projekts koste nun bereits mehr als 20 Milliarden Dollar, sagte ein hochrangiger Vertreter Katars am Mittwoch. Shell wollte die angebliche Kostensteigerung zunächst nicht kommentieren.

Am Donnerstag wollen Katar und Shell den ersten Spatenstich für „Pearl“ feiern. Mit der Anlage soll Erdgas in höchst reinen Flüssigbrennstoff umgewandelt werden. Pearl ist ein Schlüsselprojekt des Ölproduzenten Katar, das nach der Entdeckung eines der weltgrößten Gasfelder im Norden des Landes nun auch ins Gasgeschäft strebt.

Im vergangenen Jahr musste Shell die Kontrolle über das weltgrößte Flüssiggasprojekt Sachalin 2 an den russischen Gasmonopolisten Gazprom abgeben.

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