Öl- und Gaskonzern
OMV mit Rekordgewinn

Viele Nicht-Wintersportfans kennen OMV möglicherweise gar nicht. Aber wer schon mal per Auto Richtung Österreich gefahren ist, dem sind die Tankstellen mit den drei großen Buchstaben sehr wohl ein Begriff. Die OMV AG ist ein Öl- und Gaskonzern von beträchtlicher Größe - und hat 2008 einen Rekordgewinn eingefahren.

HB WIEN. Niedrigere Ölpreise und hohe Sondereffekte haben der OMV im vierten Quartal einen Verlust eingebrockt. Bei einem stabilen Umsatz von 5,77 Mrd. Euro stand unter dem Strich ein Minus von 208 Mio. Euro, wie der Energiekonzern am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte er noch einen Gewinn von 318 Mio. Euro eingefahren. Das Schlussquartal verhagelte auch die Jahresbilanz von Österreichs größtem Industrieunternehmen. Der Gewinn sank um 13 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro. Das Management kürzte deshalb die Dividende um ein Fünftel auf einen Euro.

Wegen des niedrigeren Ölpreises musste OMV sein Lager um fast eine halbe Milliarde Euro abwerten. Der Preis der für die OMV bestimmenden Sorte Brent hat sich im Jahresvergleich um 37 Prozent verringert. Hinzu kommen Währungsverluste bei der türkischen Tochter Petrol Ofisi und Rückstellungen für einen Rechtsstreit bei der rumänischen Tochter Petrom. Das operative Betriebsergebnis rutschte dadurch im vierten Quartal auf 129 Mio. Euro ins Minus nach einem Gewinn von 492 Mio. Euro vor Jahresfrist.

Relativ unkonkret blieb der Ausblick. OMV geht davon aus, dass der Ölpreis erst im zweiten Halbjahr wieder anzieht. Konzernchef Wolfgang Ruttenstorfer erwartet 2009 aber eine höhere Produktion, weil neue Öl- und Gasfelder entwickelt worden seien. „Die Restrukturierung und Optimierung der westlichen Raffinerien ist abgeschlossen und die Entwicklung mehrerer Öl- und Gasfelder wird zu einem Produktionswachstum 2009 führen“, erklärte er. 2008 förderte OMV täglich rund 317 000 Barrel Öläquivalent.

Die OMV-Aktie hat im vergangenen halben Jahr mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt, weil die starke Präsenz in Osteuropa in jüngster Zeit als Risiko eingestuft wird. Der Sektor verlor nur etwa 30 Prozent.

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