Ölbohrfirma
Cat oil rutscht in die Verlustzone

Die österreichische Ölbohrfirma CAT oil beendet das erste Quartal 2011 mit einem Verlust. Das Unternehmen leidet unter den Kosten für ein neues Geschäftsfeld, die auch der gestiegene Umsatz nicht wieder wettmachen kann.
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Wien

Hohe Anlaufkosten für den Aufbau eines neuen Geschäftsfelds haben die Ölbohrfirma CAT oil im ersten Quartal in die Verlustzone gedrückt. Unter dem Strich stand von Januar bis März ein Minus von einer Million Euro nach einem Plus von 1,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Die Firma bohrt bislang in zumindest teilweise erschlossenen Ölquellen, die das Unternehmen entweder vertieft oder von der Seite anbohrt. Künftig will CAT oil auch von der Oberfläche ("Conventional Drilling") bohren und erhofft sich dadurch höhere Renditen. Dafür müssen erst Mitarbeiter angeworben und trainiert werden.

Ausblick bestätigt

Firmenchef Manfred Kastner sagte gegenüber ARD.de: "Die Zeiten des leicht zugänglichen Erdöls sind vorbei. Mehr denn je stellen effiziente Methoden zur Erschließung von Quellen und zur Stimulierung der Förderung entscheidende Erfolgsfaktoren dar. Mit unserem erweiterten Geschäft sind wir in einer noch besseren Position, die erforderlichen Dienstleistungen anzubieten und Ertragswachstum zu schaffen."

CAT oil ist in Russland und der ehemaligen Sowjetunion tätig. Zu den Kunden zählen die großen russischen Ölkonzerne Lukoil, Rosneft, TNK-BP und Gazprom. Für das laufende Jahr geht Firmenchef Manfred Kastner weiterhin von einer Ergebnismarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nahe an der Marke des Vorjahres von 24,7 Prozent aus. Im ersten Quartal lag sie bei 14,2 Prozent.

Die Anleger regieren gefasst. Das Papier verliert am Vormittag 0,5 Prozent auf 7,52 Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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