Ölförderung
Norwegen bereitet Eon Ruhrgas mehr Freude als Russland

Seit 30 Jahren bezieht Eon Gas aus Norwegen, neue Förderprojekte im Norden festigen die guten Beziehungen des Unternehmens. Anders sieht es in Russland aus. Dort stecken die Verhandlungen mit Gazprom über die Beteiligung an einem Gasfeld fest.

STAVANGER. Noch ist Eon in Feierlaune. Am Montagabend lobte der Vorstandschef der Tochter Ruhrgas, Burckhard Bergmann, bei einem Festakt in Emden die guten Beziehungen zu Norwegen, von wo das Unternehmen seit 30 Jahren Gas bezieht. Ende Oktober steht die nächste Feierstunde an. Dann wird in Russland die Produktion im Gasfeld Juschno Russkoje offiziell aufgenommen. Doch ob Bergmann und Eon-Konzernchef Wulf Bernotat teilnehmen werden, ist noch offen. Auch nach jahrelangen Verhandlungen ist sich Eon mit dem Partner Gazprom noch nicht über den geplanten Einstieg in das lukrative Projekt einig.

Erfolge in Norwegen, schwierige Verhandlungen in Russland – Eon Ruhrgas bemüht sich zur Zeit intensiv um neue Gasquellen. Neben den traditionell langfristigen Lieferverträgen will sich die Gasgesellschaft auch selbst in der Produktion engagieren, um den Bezug langfristig und zu günstigen Preisen sicherzustellen. Ein Zehntel der jährlich von Eon für den Vertrieb und die Kraftwerke benötigten 100 Mrd. Kubikmeter soll aus eigenen Förderprojekten stammen. Bislang ist es kaum mehr als ein Prozent.

Norwegen spielt in den Planungen auch weiter eine „Schlüsselrolle“, wie der für Exploration und Produktion verantwortliche Ruhrgas-Vorstand Jochen Weise betont. 2006 bezog das Unternehmen von dort 17,1 Mrd. Kubikmeter. Mit einem Anteil von 27 Prozent ist es das zurzeit wichtigste Lieferland – noch vor Russland. Bis 2028 hat sich Ruhrgas über langfristige Lieferverträge schon 300 Mrd. Kubikmeter gesichert.

Gleichzeitig kommt Eon Ruhrgas in Norwegen bei der Produktion voran. Schon länger ist das Unternehmen mit 30 Prozent am Njord-Feld beteiligt. Anfang August sicherte es sich schließlich für knapp 900 Mill. Dollar eine Beteiligung von jeweils 28 Prozent an den Feldern Skarv und Idun in der norwegischen See. Allein aus diesem Feldern wird Eon Ruhrgas ab 2011 pro Jahr rund 1,4 Mrd. Kubikmeter Gas beziehen, was etwa dem Jahresverbrauch von 2,5 Mill. Deutschen entspricht.

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