Ölförderung
OMV-Produktion sinkt wegen Unruhen

Aufgrund der massiven Unruhen in Libyen und Jemen konnte der Öl- und Gaskonzern OMV deutlich weniger Öl fördern. Das Gasgeschäft hingegen lief wesentlich besser.
  • 0

WienDer österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat auch im zweiten Quartal durch die Unruhen im arabischen Raum deutlich weniger Öl gefördert. Die Produktionsmenge ging auf 275.000 von 318.000 Barrel pro Tag im
Vorjahreszeitraum zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Betroffen sind vor allem die Förderanlagen in Libyen - wo OMV normalerweise etwa ein Zehntel seines Öls bezieht - und Jemen. Während in Libyen noch immer kein Öl gefördert wird, fährt OMV die Produktion im Jemen langsam wieder hoch, nachdem eine beschädigte Pipeline repariert worden war. Dies könne jedoch noch einige Zeit dauern, erklärte das Unternehmen.

Die Raffineriemargen - ein wichtiger Indikator für die Rentabilität - brachen im zweiten Quartal ein. Sie lagen nur mehr bei 1,51 Dollar je Barrel nach 3,39 Dollar im Vorjahreszeitraum. Grund dafür waren unter anderem höhere Kosten durch eine Revision in der Raffinerie in Schwechat.

Den kompletten Halbjahresabschluss veröffentlicht der Konzern am 10. August. Das Ergebnis im zweiten Quartal sei durch dem im Vergleich zum Euro schwächeren Dollar belastet gewesen, erklärte die OMV in der Zwischenmitteilung. Dadurch fiel der Anstieg des Ölpreises, von dem der Konzern üblicherweise profitiert, in Euro gerechnet deutlich geringer aus.

Außerdem werde das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im vergangenen Quartal durch Abschreibungen auf eine Förderlizenz in Kasachstan und fehlgeschlagene Absicherungsgeschäfte mit 77 Millionen Euro belastet. Im Gasgeschäft konnte OMV von April bis Juni mit 4,69 Milliarden Kubikmeter 43 Prozent mehr absetzen als im Vorjahreszeitraum.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ölförderung: OMV-Produktion sinkt wegen Unruhen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%