Ölindustrie
Bei Schlumberger und Halliburton sprudelt der Gewinn

Die weltweit größten Anbieter von Dienstleistungen für die Energiemultis, die US-Konzerne Halliburton und Schlumberger, verdienen am Boom der Ölindustrie.

DÜSSELDORF. Weil die großen börsennotierten Öl-Konzerne wie auch die staatlichen Fördergesellschaften ihre Profite inzwischen vermehrt auch in die Exploration und Produktion stecken, konnten die Firmen im Servicegeschäft die Preise erhöhen. Der Gewinn von Halliburton in diesem Bereich stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 93 Prozent. Das gab das Unternehmen Ende vergangener Woche bekannt.

Der Konzern – weltweit bekannt wurde er vor allem durch die Aktivitäten seiner Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft Kellogg Brown & Root (KBR) im Auftrag der US-Armee im Irak und Afghanistan – verbuchte im abgelaufenen Quartal ein Ergebnis von 392 Mill. Dollar. Der amerikanische Konkurrent Schlumberger legte ähnlich gute Zahlen vor: Das Nettoergebnis kletterte auf 482 Mill. Dollar, von 355 Mill. Dollar im Vergleichsquartal. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 3,43 Mrd. Dollar.

Die Zeiten für die Ölfeldausrüster werden wohl auch rosig bleiben: Bei Rohölpreisen zwischen derzeit 50 und 60 Dollar für ein Barrel (entspricht 159 Litern) stocken die Multis ihre Budgets für die Exploration und Produktion, also das Suchen und Fördern von Öl, inzwischen sogar erheblich auf. Eine Studie von Lehman Brothers hat ermittelt, dass sie in diesem Geschäftsfeld in 2005 gut 13 Prozent mehr ausgeben werden als im Vorjahr.

Noch vor einem halben Jahr waren die Analysten nur von einem Plus von 5,7 Prozent ausgegangen. Insgesamt werden die über 300 von Lehman Brothers befragten Unternehmen in diesem Jahr 192 Mrd. Dollar in die Exploration und Produktion (E&P) stecken. Die Zuwächse seien nicht nur durch die höheren Preise der Servicegesellschaften zu erklären heißt es.

„Unsere Kunden geben weltweit mehr aus“, stellte auch Schlumberger-Chef Andrew Gould fest. In den kommenden Monaten sei mit einer weiteren Zunahme der Förderaktivitäten zu rechnen. Auch im kommenden Jahr soll sich der Trend zu Mehrausgaben fortsetzen: Rund 80 Prozent der von Lehman Brothers befragten Firmen rechnen damit, dass ihre Budgets für E&P dann noch einmal um zehn Prozent wachsen werden. „Die Kunden wollen eine Bohrung auf einem Ölfeld und wenn es ein wenig teurer wird, tut ihnen das wegen der hohen Öl- und Gaspreise nicht weh“, sagte Roger David Read, Analyst bei Natexis Bleichroeder Bloomberg.

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