Ölindustrie
Exxon, BP und Shell verdienen 31 Milliarden

Kaum eine Branche kann den Folgen der Finanzkrise entgehen – aber der Ölindustrie gelingt das eindrucksvoll: Gleich drei Schwergewichte haben am Donnerstag Milliardengewinne vorgelegt. Den Vogel schoss Exxon-Mobil ab: mit 14,8 Milliarden Dollar fiel der Gewinn im dritten Quartal höher aus, als je bei einem US-Unternehmen zuvor.

HB DÜSSELDORF. Bereits im zweiten Quartal verzeichnete Exxon einen Rekordgewinn von 11,68 Milliarden Dollar. Jetzt toppte das Unternehmen – dank der Ölpreisexplosion im Sommer – den eigenen Spitzenwert mit einem Profit von 14,83 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg nach um 35 Prozent auf 137,7 Milliarden Dollar.

Mit den Zahlen übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten klar. Den bisherigen Gewinnrekord hatte ebenfalls Exxon erst im zweiten Quartal aufgestellt mit damals knapp 11,7 Milliarden Dollar.

Der Ölpreis hatte im Juli ein Rekordhoch von mehr als 147 Dollar je Barrel erreicht. Seitdem ist er aber wegen der Sorge vor einer kräftigen Abschwächung der Weltwirtschaft deutlich auf aktuell rund 68 Dollar gesunken.

Auch die beiden großen Konkurrenten von Exxon, Shell und BP, haben Milliardengewinne vorgelegt. Die drei Ölgiganten haben allein im dritten Quartal 2008 Gewinne von zusammen mehr als 31 Mrd. Dollar eingefahren. Der drastische Ölpreisanstieg auf bis zu 147 Dollar je Barrel in diesem Sommer bescherte den Konzerne die hohen Profite. Den größten Batzen konnte der US-Konzern Exxon Mobile für sich verbuchen: Der Quartalsgewinn kletterte auf 14,83 Mrd. Dollar. Nie zuvor hat ein US-Unternehmen in einem Dreimonatszeitraum derart hohe Gewinne erzielt.

Deutlich geringer als im zweiten Quartal fiel dagegen der Gewinn bei Europas größtem Ölkonzern Royal Dutch Shell aus. Nach einem Rekordprofit von 11,6 Mrd. Dollar im zweiten Quartal kam das Unternehmen im dritten Vierteljahr auf 8,45 Mrd. Dollar. Das waren aber immer noch 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sei um 45 Prozent auf 132 Mrd. Dollar gesteigert worden, berichtete der Konzern in Amsterdam.

Das kräftige Plus ist dem Ölpreisanstieg zu verdanken: Zwar ging die Ölproduktion von Shell auf 2,93 Mrd. Barrel täglich zurück. Doch der durchschnittliche Verkaufspreis kletterte auf 111,18 Dollar je Barrel - nach 70,81 Dollar vor einem Jahr.

Einen Gewinnsprung hatte auch BP verzeichnet. Der Nettogewinn stieg um 83 Prozent auf 8,05 Mrd. Dollar, wie das Unternehmen Anfang der Woche mitgeteilt hatte. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 45 Prozent auf 103 Mrd. Dollar. Das meiste Geld verdient BP mit der Erschließung und Förderung von Öl.

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