Ölkonzern: BP friert Boni für Ex-Vorstände ein

Ölkonzern
BP friert Boni für Ex-Vorstände ein

Für Ex-BP-Chef Tony Hayward und den ehemaligen Vorstand Andy Inglis hat die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko finanzielle Konsequenzen: Wie aus dem Unternehmensbericht hervorgeht, müssen beide auf ihre Boni verzichten.
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LondonTony Hayward, der ehemalige Chef des britischen Ölkonzerns BP, bekommt wegen der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko keinen Bonus für das vergangene Jahr. Dies gilt auch für Andy Inglis, dem im vergangenen Jahr für Förderung und Produktion verantwortlichen Vorstand. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den das Unternehmen heute veröffentlichte.

Noch im vergangenen Jahr hatte Hayward zwei Millionen Pfund (rund 2,3 Millionen Euro) an Boni kassiert. Er war wegen seines Krisenmanagements nach dem Untergang der Tiefseebohrinsel „Deepwater Horizon“ im April massiv kritisiert worden und hatte gemeinsam mit Inglis im Oktober BP verlassen. Im April war die im im Auftrag von BP betriebene Bohrplattform explodiert. Elf Arbeiter kamen dabei ums Leben, Millionen Liter Öl flossen ins Meer.

Haywards Nachfolger an der BP-Spitze, Bob Dudley, verzichtet ebenfalls auf seinen Bonus für 2010, heißt es im Geschäftsbericht weiter. Sonderzahlungen in Höhe von 310.500 Pfund beziehungsweise 621.000 Pfund gehen dagegen an den Leiter des Raffineriegeschäfts Iain Conn und an Finanzchef Bryan Grote. Allerdings fallen die Zahlungen an Conn und Grote satte 90 Prozent geringer aus als im Jahr zuvor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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