Ölkonzern
Exxon zeigt es allen beim Gewinn - und zwar richtig

Die Ölkonzerne profitieren von den hohen Ölpreisen. Das gilt vor allem für den Ölgiganten Exxon Mobil. Der US-Konzern legt einen Gewinnsprung hin, der selbst Analysten überrascht. Und wie.
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Den HaagDank des hohen Ölpreises kann sich der US-Energieriese Exxon Mobil über steigende Gewinne freuen. Das Nettoergebnis stieg im ersten Quartal um 69 Prozent auf 10,65 Milliarden Dollar, wie das weltweit größte börsennotierte Öl-Unternehmen am Donnerstag bekanntgab. Der Umsatz kletterte um 26 Prozent auf 114 Milliarden Dollar. Damit übertraf der Konzern aus Irving im Bundesstaat Texas die Erwartungen der Analysten, die Exxon einen Gewinnsprung von 59 Prozent zugetraut hatten. Dennoch gab der Aktienkurs vorbörslich leicht nach.

Auch der Konkurrent Shell profitiert von dem hohen Ölpreis und verbucht erneut Milliardengewinne. Im ersten Quartal 2011 stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Milliarden Dollar auf 6,9 Milliarden Dollar, teilte Shell am Donnerstag mit. Abgesehen von hohen Erdölpreisen habe Shell sein Ergebnis auch durch Verbesserungen der Produktion steigern können, erklärte Konzernchef Peter Voser bei der Vorstellung der Zahlen in Den Haag. Außerdem soll weiter daran gearbeitet werden, die Kosten zu reduzieren. Die Quartalsdividende liegt bei 0,42 Dollar je Aktie und damit wie im Vorjahr.

Insgesamt werden in der Ölbranche wegen des hohen Preisniveaus für das abgelaufene Quartal erhebliche Gewinne erwartet. Der Shell-Konkurrent BP hatte allerdings am Vortag als Folge der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erneut Verluste melden müssen. Zwar hat der Ölmulti im ersten Quartal einen Gewinn von 5,48 Milliarden Dollar (umgerechnet 3,7 Milliarden Euro) erwirtschaftet, doch der Überschuss fiel zwei Prozent niedriger aus als im selben Zeitraum des Vorjahrs. Da wäre wohl mehr drin gewesen: Branchenexperten hatten angesichts des hohen Ölpreises und der deutlich verbesserten Margen im Raffineriegeschäft mit einem geringeren Rückgang gerechnet.

Rohöl ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast 40 Prozent teurer geworden. Grund dafür sind die massiven Unruhen in Libyen und die Sorge, dass diese auf das weltweit wichtigste Ölförderland Saudi-Arabien übergreifen könnten. Die Margen bei der Weiterverarbeitung des Rohstoffs haben sich parallel dazu verdreifacht.

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  • So schön der Gewinnanstieg für die Aktionäre ist, für die Allgemeinheit ist es ein Schlag ins Gesicht! An Wettbewerb und Wettbewerbern ist in dieser Situation nicht zu denken. Es wird unendlich viel Kaufkraft abgeschöpft und die Politik schaut tatenlos zu! Nun rächt sich, dass VEBA zerschlagen und verkauft wurde, es gibt kein Regulativ und je mehr Gewinn die Ölkonzerne machen, umso ohnmächtiger wird die Politik.

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