Ölkonzern
Shell schnappt sich riesigen Ölkontrakt

Gute Nachrichten für Shell aus dem Irak. Der Ölkonzern hat mit einem Konsortium den Zuschlag für die Ausbeutung eines riesigen Ölfeldes bekommen - und damit wichtige Konkurrenten ausgestochen.
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HB BAGDAD. Ein Konsortium unter Führung des europäischen Ölgiganten Shell hat den Zuschlag für die Ausbeutung eines der Ölfelder in Irak erhalten. Das Majnoon-Feld in der Region Basra wird auf eine Kapazität von fast 13 Milliarden Barrel zu je 159 Liter geschätzt. Es war die größte Öllagerstätte, die in der zweiten internationalen Auktion von Förderrechten in Irak versteigert wurde.

Der irakische Ölminister Hussain al Schahristani sagte am Freitag in Bagdad, Shell habe zusammen mit Petronas, der staatlichen Ölgesellschaft von Malaysia, den Zuschlag erhalten vor einer Gruppe um die französische Total und die nationale chinesische Ölgesellschaft CNPC.

CNPC zusammen mit Petronas und Total erhielten die Förderrechte für das kleinere Halfaja-Feld zugesprochen, das ebenfalls in der Region Basra liegt. Insgesamt stehen in der zweitägigen Auktion die Förderrechte für 15 Ölfelder im ganzen Land zum Verkauf. Die Verträge laufen über 20 Jahre. 45 Firmen haben Interesse bekundet, darunter auch die italienische Eni, die norwegische Statoil und die indische ONGC.

Shell-Petronas erhalten nach dem Vertrag 1,39 Dollar für jedes produzierte Barrel Öl. Sie kündigten an, die Förderung in den nächsten zehn Jahren von bisher 45.900 Barrel pro Tag auf 1,8 Millionen Barrel ausbauen zu wollen.

Die Einnahmen aus den Ölförderlizenzen sollen wesentlich den Wideraufbau des Irak finanzieren. Eine erste Versteigerung von sechs Öl- und zwei Gasfeldern Ende Juni war enttäuschend verlaufen: Nur ein Angebot, das aus 17,8 Milliarden Barrel geschätzte Feld von Rumaila, fand Interesse. Ein Konsortium von BP und CNPC erhielt den Zuschlag.

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