Ölkonzern
Shell streicht jeden fünften Manager

Der größte europäische Ölkonzern Shell reagiert mit Stellenkürzungen im Spitzenmanagement auf einen erneuten scharfen Rückgang seiner Gewinne. Doch bei diesen Einschnitten wird es wohl kaum bleiben, denn Shell hat es ähnlch heftig erwischt wie den Konkurrenten BP.

HB DEN HAAG. Durch den krisenbedingten Rückgang der Öl- und Gaspreise brachen die Vorsteuer-Gewinne im zweiten Quartal 2009 um rund 70 Prozent auf 2,3 Mrd. Dollar (1,63 Mrd. Euro) ein, wie der niederländisch-britische Konzern am Donnerstag mitteilte.

Um die Profitabilität wieder zu steigern, werde der Konzern effektiver aufgestellt, kündigte der neue Shell-Chef Peter Voser an. Dazu gehöre die Streichung von 20 Prozent aller führenden Manager-Posten. "Weitere substanzielle Reduzierungen des Mitarbeiterstabes sind wahrscheinlich", sagte Voser. Shell beschäftigt derzeit rund 102 000 Mitarbeiter.

Der bereits im Juni begonnene Restrukturierungsplan "Transition 2009" werde vor Jahresende abgeschlossen sein, erklärte Voser. "Dies wird Shell vereinfachen und die persönliche Verantwortlichkeit erhöhen", sagte der Schweizer Manager.

Ungeachtet des Gewinnabsturzes zahlt Shell seinen Aktionären für das zweite Quartal 2009 eine Dividende von 0,42 Dollar pro Aktie. Das entspreche einer Steigerung um fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2008. Im Vorjahr hatte Shell im zweiten Quartal noch einen Vorsteuergewinn zu Wiederbeschaffungskosten von 7,9 Mrd. Dollar erreicht. Im ersten Quartal dieses Jahres waren die Gewinne im Jahresvergleich um 58 Prozent gesunken.

Der Rückgang bei Shell fiel deutlich höher als bei dessen europäischem Konkurrenten British Petroleum (BP). BP hatte am Dienstag für das zweite Quartal eine Abnahme seiner Gewinne um 53 Prozent auf 3,14 Mrd. Dollar gemeldet. Auch BP kündigte weitere Sparmaßnahmen an.

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