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Ölkonzerne: Gewinne bei Sinopec sprudeln

Der chinesische Ölriese Sinopec verzeichnet das beste Quartalsergebnis seit mehr als zwei Jahren. Damit haben die Chinesen geschafft, was den westlichen Rivalen wie Exxon und auch Shell nicht gelungen ist. Diese mussten zuletzt sinkende Gewinne hinnehmen. Experten sprechen von einer Trendwende.

Sinopec ist zum weltweit zweitgrößten Ölkonzern aufgestiegen. Quelle: Pressebild
Sinopec ist zum weltweit zweitgrößten Ölkonzern aufgestiegen. Quelle: Pressebild

HB HONGKONG. Steigende Benzinpreise und sinkende Rohstoffkosten haben dem chinesischen Ölriesen Sinopec das beste Quartalsergebnis seit über zwei Jahren beschert. Der nach Exxon Mobil weltweit zweitgrößte Raffineriebetreiber meldete am Sonntag für das zweite Vierteljahr einen Nettogewinn von 22 Mrd. Yuan (rund 2,3 Mrd. Euro) und übertraf damit deutlich die Erwartungen der Analysten. Dem positiven Trend steht ein Gewinnrückgang im zweiten Quartal bei westlichen Rivalen wie Exxon und auch Shell gegenüber. Auch für die Zukunft zeigte sich Sinopec optimistisch. Experten sprechen von einer Trendwende in Chinas einst angeschlagener Raffinerie-Branche.

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Analysten hatten für die Zeit von April bis Juni mit einem Gewinn von 16,1 Mrd. Yuan (1,64 Mrd. Euro) gerechnet. Im Vorjahr hatte Sinopec einen Nettogewinn von 1,62 Mrd. Yuan (166 Mio. Euro) verbucht. Der Konzern teilte weiter mit, für die ersten drei Quartale werde nun mit einem Gewinnplus von mehr als 50 Prozent gerechnet.

Zum Wachstum im zweiten Quartal trugen vor allem zwei Benzinpreiserhöhungen im Juni bei. Chinas Preisreform stellt den Raffinerien einen Gewinn sicher, wenn der Ölpreis unter 80 Dollar je Barrel verharrt. Zwischen April und Juni kostete das Fass im Schnitt rund 60 Dollar und damit weniger als die Hälfte als ein Jahr zuvor. Am Freitag legte der Ölpreis um fast einen Dollar auf 74 Dollar je Barrel zu. Sinopec hatte im Juni für 7,2 Mrd. Dollar den in der Schweiz ansässigen Öl- und Gasförderer Addax Petroleum übernommen.

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