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Ölpest: BP braucht ein dickeres Finanzpolster

Mit jedem Tag, an dem im Golf von Mexiko bis zu 60 000 Barrel Öl am Meeresgrund ausfließen, steigen die Kosten des Unglücks - und damit die Unsicherheit über die Überlebensfähigkeit von BP. Die Ausgaben im Kampf gegen die Ölpest im Golf könnten auf bis zu 60 Milliarden Dollar steigen. BP sucht daher nach neuen Finanzquellen.

US-Flagge auf einem ölverseuchten Strand in Florida. Quelle: dpa
US-Flagge auf einem ölverseuchten Strand in Florida. Quelle: dpa

LONDON. Gut 73 Dollar kostet derzeit ein Barrel Rohöl auf dem Weltmarkt. Für den angeschlagenen britischen Energiekonzern BP liegt der Preis dagegen deutlich höher: Dem Unternehmen droht eine Strafe von 1000 bis 4300 Dollar pro Barrel Öl, das in den Golf von Mexiko fließt. Ob die US-Regierung BP die Maximalsumme aufbürdet, hängt von der Antwort auf diese Frage ab: Hat BP fahrlässig gehandelt und so die Umweltkatastrophe verschuldet?

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Unabhängig davon ist jetzt schon klar: Mit jedem Tag, an dem bis zu 60 000 Barrel Öl aus der zerstörten Bohranlage am Meeresgrund ausfließen, steigen die Kosten des Unglücks und damit die Unsicherheit über die Überlebensfähigkeit des Konzerns. Schließlich kommen zu den Strafzahlungen noch Entschädigungen für die Opfer hinzu sowie die Ausgaben für die Aufräumarbeiten. Analysten schätzen, dass die Gesamtkosten für BP auf bis zu 60 Mrd. Dollar steigen könnten.

BP braucht daher ein dickeres Finanzpolster, um die Krise überstehen zu können. Derzeit hat der Konzern etwa fünf Mrd. Dollar Barmittel in der Kasse. Analysten erwarten, dass der Konzern bis zum Jahresende einen operativen Cash-Flow von mehr als 30 Mrd. Dollar erwirtschaften wird.

BP hat zudem seine Investitionen zurückgefahren und die Dividende gestrichen. Das bringt dem Unternehmen weitere zehn Mrd. Dollar ein. BP hat nach Informationen aus Bankenkreisen auch seine Kreditlinien von 5,25 Mrd. auf 9 Mrd. Dollar ausgeweitet.

Derzeit verhandelt das Unternehmen zudem über den Verkauf von Randgeschäften. So steht nach Angaben aus Bankenkreisen unter anderem die argentinische BP-Tochtergesellschaft Pan America zur Disposition sowie einige andere kleinere Beteiligungen in Südamerika. Interesse an Pan America soll vor allem die staatliche chinesische Ölgesellschaft CNOOC haben, die bereits an der Pan America beteiligt ist. Insgesamt will BP über den Verkauf von Konzernteilen zehn Mrd. Dollar einnehmen.

"Wir müssen uns finanziell wappnen für alles, was da kommt und alle Geldquellen nutzen", verlautete aus dem Konzernumfeld, "bislang haben wir noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft." Man müsse abwarten, wie schnell das Unternehmen mit dem Verkauf von Beteiligungen vorankomme.

  • 07.07.2010, 14:53 UhrAnonymer Benutzer: D.Sonnenfeld

    Vielleicht sollte bP britische Staatshilfen beantragen, damit sie auch in Zukunft große Umweltkatastrophen finanzieren können...

  • 07.07.2010, 11:34 UhrAnonymer Benutzer: K.Samer

    Neuer Titel ansonsten nur Faktenrecycling ! Was soll das ? Und immer die stets wiederkehrende Leier von einer drohenden Pleite oder Zerschlagung von bP wird auch nicht richtiger wenn mans ständig wiederholt. bin mal gespannt ob sich die ganzen Autoren die versuchen das letzte aus dem Thema rauszuholen in 8 Wochen noch an ihre Prognosen erinnern.

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