Öltanker Exxon Valdez
Oberster Gerichtshof verringert Strafe für Exxon Mobil

Knapp zwei Jahrzehnte nach dem schweren Tankerunglück der "Exxon Valdez" vor der Küste Alaskas hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten über die von Exxon Mobil zu zahlende Entschädigungssumme entschieden. Nach dem Urteil könnte der Konzern mit einer deutlich geringeren Zahlung als in der Vorinstanz davon kommen.

HB WASHINGTON. Fast 20 Jahre nach der durch den Tanker "Exxon Valdez" vor Alaska verursachten schweren Ölpest hat das oberste US-Gericht die Strafe für den Ölkonzern Exxon Mobil drastisch reduziert.

Der Supreme Court verringerte die zuvor von einem Bundesgericht auf 2,5 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro) festgelegten Strafgelder auf lediglich 507 Millionen Dollar (325,6 Millionen Euro).

Zur Begründung hieß es am Mittwoch, die Strafe dürfte die bereits bezahlten Entschädigungen für den wirtschaftlichen Schaden der Opfer nicht übersteigen.

US-Medien sprachen von einem "großen Erfolg für Exxon". Die Entscheidung des Gerichts fiel mit 5 zu 3 Stimmen, berichteten US- Medien weiter.

Einzelheiten über die genaue Höhe der Strafgelder müssten in einem weiteren Verfahren festgesetzt werden.

Die "Exxon Valdez" hatte am 24. März 1989 die schlimmste Ölkatastrophe in der US-Geschichte verursacht, bei der rund 2 400 Kilometer der Küste Alaskas verseucht wurden. Das Unternehmen hatte bereits 3,4 Milliarden Dollar für Säuberungsaktionen, Schadenersatz und Geldbußen bezahlt.

Bei dem jetzigen Urteil des Supreme Court ging es um Strafgelder, die eine Jury in Anchorage im Bundesstaat Alaska 1994 zunächst auf fünf Milliarden Dollar festgelegt hatte. Diese Summe wurde allerdings 2006 von einem Berufungsgericht auf 2,5 Milliarden Dollar verringert, die das Unternehmen allerdings ebenfalls nicht akzeptierte.

Das Geld soll unter anderem an rund 33 000 Berufsfischer und Fischverarbeiter gehen, die unter der Ölpest zu leiden hatten.

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