Ölunternehmen fördern gemeinsam in Libyen
BASF-Tochter Wintershall kooperiert mit Norsk Hydro

Die BASF-Tochter will gemeinsam mit dem norwegischen Konzern in Libyen nach Öl und Gas suchen. Die beiden Unternehmen würden sich gemeinsam um neue Förderkonzessionen bemühen, bestätigte ein Wintershall-Sprecher dem Handelsblatt.

HB DÜSSELDORF. Gleichzeitig wolle Norsk Hydro dem deutschen Partner den Einstieg in den norwegischen Markt ermöglichen. Die Pläne will das in Kassel ansässige Unternehmen in der kommenden Woche am Rande der Reise von Bundeskanzler Gerhard Schröder nach Libyen besiegeln.

Wintershall ist bereits seit 40 Jahren in dem nordafrikanischen Land aktiv und konnte auch während der US-Sanktionen Öl und Gas fördern. Nachdem diese jetzt aufgehoben sind, drängen zahlreiche Konzerne, vor allem aus den USA, in den Markt. Norsk Hydro will im Wettbewerb um Konzessionen offenbar die Kontakte von Wintershall nutzen. Im Gegenzug ist für das deutsche Unternehmen der Zugang zu den norwegischen Quellen reizvoll, um weitere Bezugsquellen zu gewinnen. Im Gegensatz zu Konkurrent Ruhrgas ist Wintershall dort bislang nicht vertreten. Beide konkurrieren in Russland, wo sie jeweils mit Gazprom Projekte angestoßen haben.

Wintershall hatte im vergangenen Jahr eine umfassende Kooperation mit Norsk Hydro geschlossen. Die Vertriebstochter Wingas gründete gemeinsam mit dem norwegischen Konzern ein Joint Venture für die Vermarktung und den Verkauf von Erdgas in Großbritannien.

Wintershall ist der größte ausländische Ölproduzent in Libyen und hat an der Förderung einen Anteil von zehn Prozent. Das Unternehmen betreibt bereits fünf Ölfelder und ist an einer Bohrinsel vor der libyschen Küsten beteiligt. Bis Januar will Libyen über die Vergabe weiterer 15 Explorationsblöcke entscheiden. Das Land ist derzeit der wichtigste außereuropäische Erdöllieferant Deutschlands.

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