Österreicher wollen jährlich mindestens fünf Filialen in Innenstädten eröffnen
Leder & Schuh tritt deutschen Händlern auf die Füße

Die österreichische Leder & Schuh AG setzt verstärkt auf den deutschen Markt. „Deutschland ist unser wichtigster Zukunftsmarkt“, sagte Vorstandschef Thomas Ridder dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. In Österreich und Tschechien stoße das Unternehmen bereits an seine Wachstumsgrenzen. „Jedes Jahr werden wir mindestens fünf neue Filialen unserer Linien Humanic und Corti in deutschen Innenstädten eröffnen und rund 15 Mill. Euro investieren“, sagte Ridder.

Das Traditionsunternehmen aus Graz ist mit einem Marktanteil von 21 Prozent Branchenführer im eigenen Land. Auch Ungarn, Slowenien und Tschechien werden von den Geschäften der Österreicher dominiert. In Deutschland bewegt sich Leder & Schuh mit derzeit 60 Standorten auf Augenhöhe mit Salamander und zählt zu den Top 10 des Schuhhandels.

Leder & Schuh trotzt dabei der Konsumkrise. Im Geschäftsjahr 2004 steigerte die Gesellschaft ihren Umsatz um sechs Prozent auf 338 Mill. Euro. Der Zuwachs lag damit über dem Branchentrend. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts KMU legte der Schuhhandel in der Alpenrepublik insgesamt nur um 1,2 Prozent zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) steigerte Leder & Schuh um 67 Prozent auf 15 Mill. Euro. Für 2005 Jahr erwartet Ridder ein Umsatzplus von acht Prozent. „Wir wachsen konstant und aus eigener Kraft“, sagte Ridder und erteilte damit möglichen Investoren eine Absage. Leder & Schuh gehört mehrheitlich der Familie Meier-Rieck.

Der deutsche Schuhmarkt ist nichts für Leisetreter. 2004 ging der Umsatz um drei Prozent auf 8,5 Mrd. Euro zurück. Die stark zersplitterte Branche konsolidiert sich. Seit 1995 musste jedes vierte Fachgeschäft schließen. Europas größter Schuhhändler Deichmann stärkte sich jüngst mit den Traditionsmarken Gallus und Elephanten. Die beiden Schuhgruppen Hamm und Reno fusionierten im August.

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