Österreichischer Öl- und Gaskonzern
OMV bekommt wieder kein Öl aus Libyen

Wegen unterbrochener Produktion im krisengeschüttelten Libyen, leidet die Ölförderung an den österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV. Das fehlende Öl bringt einen deutlichen Verlust ein. Hoffnung machen neue Ölquellen.
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Gänserndorf bei WienDer österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat auch im laufenden Jahr mit Lieferschwierigkeiten aus dem krisengeschüttelten Libyen zu kämpfen. Derzeit werde dort nicht produziert, sagte Firmenchef Gerhard Roiss am Dienstag am Rande einer Veranstaltung. Im Februar hatte OMV noch rund 70 Prozent der sonst üblichen Fördermenge erhalten. Auch nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi wird das nordafrikanische Land immer wieder von Unruhen erschüttert, die auch die Ölförderung bremsen. Im vierten Quartal war die Produktion der Österreicher dort fast komplett unterbrochen, was den Gewinn deutlich schmälerte.

In Friedenszeiten erhielt die OMV bislang rund ein Zehntel ihres Öls aus Libyen. Um sich von politisch instabilen Förderregionen unabhängiger zu machen, hat der Konzern vergangenes Jahr Milliarden in den Zukauf von Ölquellen in Norwegen gesteckt. Eines dieser Felder – die Nordseeplattform Gudrun, an der OMV 24 Prozent hält, hat mittlerweile zu produzieren begonnen.

Im laufenden Jahr peilt OMV dank der neuen Quellen eine Fördermenge von 320.000 bis 340.000 Barrel pro Tag an – nachdem sie im Vorjahr vor allem wegen Ausfällen in Libyen um fünf Prozent auf 288.000 Fass pro Tag geschrumpft war.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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